Die katholische Kirche in Österreich sieht sich - nicht zuletzt nach Bekanntwerden zahlreicher Missbrauchsfälle - mit einer Austrittswelle konfrontiert. In der Diözese Eisenstadt habe man bisher "zwei, drei Fälle", wo man auch dabei sei, diese zu klären.
Es gehe um Missbrauch beziehungsweise Misshandlung, beides müsse man auseinanderhalten. Die Fälle seien meist verjährt. Ihm sei wichtig, dass diese Dinge "voll und ganz und transparent aufgearbeitet werden", für ihn sei "jeder einzelne Fall zu viel", so der Bischof.
Schwieriges Kapitel in der Kirche in Österreich
Der Rückgang bei den Gläubigen sei allgemein ein schwieriges Kapitel in der Kirche in Österreich. Die Bindung an die Kirche als Institution lasse nach - so wie auch die Bindung an andere Großinstitutionen. "Für mich ist es ein jeder zu viel, der uns verlässt, der weggeht", meinte Zsifkovics.
Die ersten Monate im Bischofsamt seien für ihn sehr intensiv und "eine Zeit der Herausforderung" gewesen, sagte der Diözesanbischof. Er habe sich bemüht, sich einzuarbeiten und habe viel Zeit für Begegnungen aufgebracht. An der Art und Weise der Ernennung des Bischofs und an seinen ersten Personalentscheidungen hatte es auch Kritik gegeben (siehe Infobox).
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