In der Stadtgemeinde Bad St. Leonhard kam es am Sonntag, wie berichtet, zu einem politischen Erdrutsch. Die Liste von Vizebürgermeister Dieter Dohr übernahm das Zepter in der roten Gemeinde. Der Spitzenkoch holte mit seiner Bürgerliste zehn Mandate. Auch die VP gewann zwei. Die SP verlor insgesamt fünf Sitze
Die Gründung der Bürgerliste, 1750 Haustürbesuche und zwölf Jahre harte Arbeit für die Stadtgemeinde haben sich bezahlt gemacht: Jeder in Bad St. Leonhard kennt Dieter Dohr, der 18 Jahre das Restaurant Badido mit angeschlossener Tankstelle geleitet hat. „Jetzt ist leider Schluss mit der Küche, das geht sich zeitlich nicht mehr aus“, sagt der Profikoch. Er hat den Betrieb seiner Mitarbeiterin übergeben und wird „zu 100 Prozent für die Bürger von Bad St. Leonhard da sein“, wie er meint.
Dohr hat das Freiheitliche Lager im Jahr 2015 verlassen, ist seit sechs Jahren Vizebürgermeister. Mit seiner beliebten Bürgerliste erreichte er nun 50,5 Prozent als Bürgermeister und 42 Prozent bei der Gemeinderatswahl.
Simon Maier (SP), der mehr als 20 Jahre die Geschicke der Stadt gemanagt hat, war sein politischer Mentor. „Von ihm habe ich viel gelernt.“ Der zweifache Vater will nun soziale Wirtschaftspolitik umsetzen: „Wir werden genau auf den Teller sehen und über den Tellerrand hinausblicken.“
Dohr bedankt sich auf diesem Wege bei allen für die Unterstützung.
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