02.03.2021 07:03 |

Vorstellung verfrüht

Pandemie-Ende noch heuer laut WHO „unrealistisch“

Ein Ende der Coronavirus-Pandemie noch im heurigen Jahr wird sich laut Weltgesundheitsorganisation WHO nicht ausgehen. Diese Vorstellung sei „verfrüht und unrealistisch“, erklärte WHO-Notfalldirektor Michael Ryan. Allerdings gebe es Anzeichen, dass sich die Impfkampagne positiv auf die Pandemie auswirken werde - auch, wenn in jüngster Zeit wieder ein Anstieg der Infektionszahlen zu beobachten sei.

Ryan sagte, dass das Virus weiterhin die Kontrolle behalten werde. Allerdings könnte man durch die Impfungen die Zahl der Hospitalisierungen und Todesfälle senken. Nach sechs Wochen mit sinkender Tendenz gebe es nun wieder einen Zuwachs, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Abgesehen von Afrika und der Region im westlichen Pazifik sei überall ein Aufwärtstrend zu beobachten. „Das ist enttäuschend, aber nicht überraschend.“

Ursachen könnten die Corona-Lockerungen und die ansteckenderen Varianten des Virus sein - „und dass die Menschen weniger vorsichtig werden“, so Tedros. Der WHO-Chef mahnte die internationale Gemeinschaft erneut, nicht allein auf Impfungen zu setzen. Grundsätzliche Hygieneregeln seien weiterhin Fundament der Pandemie-Bekämpfung.

Impfungen in ärmeren Ländern begonnen
Erfreulich sei, dass endlich die Impfung von medizinischem Personal in den ärmeren Ländern begonnen habe, zum Beispiel in Ghana und in Cote d‘Ivoire (Elfenbeinküste). Bis Ende Mai erwarte die WHO, dass 237 Millionen Dosen Impfstoff zur Verteilung in 142 ärmeren Ländern bereitstünden. Tedros fügte hinzu: „Es ist bedauerlich, dass dies beinahe drei Monate nach dem Impfstart in manch besonders reichen Ländern passiert.“

Quelle: APA

Nicole Weinzinger
Nicole Weinzinger
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