Freitag, kurz vor 23 Uhr: Die siebente Live-Show ist fast geschlagen, auf der Bühne des weitläufigen Studio 1 harren die acht verbliebenen Kandidaten angespannt der Entscheidung. Als die sonore Stimme aus dem Off Jonathans Namen proklamiert und somit kundtut, dass es der Blondschopf in die nächste Runde geschafft hat, brechen beim 16-Jährigen alle Dämme: Er ballt die Fäuste, jubelt in Richtung seines opulenten Fanklubs am zweiten Rang, wirbelt sein voluminöses Haar siegestrunken durch die Luft. "Jedes Mal, wenn ich erfahre, dass ich es eine Runde weitergeschafft habe - da fetzt's mich dann so richtig her", erklärt er unmittelbar nach der Entscheidung im Talk mit krone.at.
"Er hat eine hervorragende Stimme"
Schon sieben Mal durfte er dieses Gefühl genießen. Zurecht, wie auch Star-Juror Mario Soldo bekräftigt. "Jonathan kann hervorragend und exzellent singen. Er hat eine super Stimme und er hat das Potenzial, diese Show auch zu gewinnen", sagt er im Gespräch mit krone.at. Den Grundstein dafür legte Jonathan, der in "zivil" auch als Frontman einer Metal-Band die Sau rauslässt, in einem Milieu, in dem man den Vollblut-Rocker zunächst gar nicht vermuten würde: bei den Wiener Sängerknaben. "Bei den Sängerknaben habe ich eine wirklich sehr fundierte Gesangsaubildung genossen. Auch hier bei 'Helden von morgen' erhalte ich eine Stimmausbildung, aber der große Unterschied zu den Sängerknaben ist, dass ich hier die Chance habe, alleine auf der Bühne zu stehen und zu performen", so das Goldkehlchen. Verloren sei die Zeit bei den "Helden" also keineswegs - auch wenn Jonathan eigentlich in der Schule sitzen und sich langsam aber sicher auf die Matura im Oberpullendorfer Gymnasium vorbereiten sollte. Anstatt für die Schule lernt er jetzt aber fürs Leben, erklärt er: "Ich habe das Gefühl, auch hier ständig zu lernen und mich weiterzuentwickeln."
Kaum Freizeit
An die 100.000 Euro, die ihm im Fall des Sieges der Casting-Show winken, verschwendet er momentan noch gar keinen Gedanken, versichert er: "Ich denke wirklich nur von Show zu Show." Das sei anstrengend genug. Schließlich sei zwischen zwei Live-Shows für kaum etwas Anderes Zeit, als sich mit Musik zu beschäftigen. Texte lernen, Performances perfektionieren, Tänze einstudieren - alles dreht sich in der "Helden-WG" um Jonathans Lieblingsbeschäftigung. Spätestens um 22 Uhr haben sich alle Bewohner wieder im Container einzufinden. "Wir leben hier wirklich nach sehr strengen Vorschriften", lässt Jonathan wissen, "aber das ist's mir wert".
Entsprechend habe er derzeit auch keine Zeit für eine feste Freundin - auch wenn hinter vorgehaltener Hand oft anderes behauptet wird und die Spekulationen neue Nahrung bekamen, als Jonathan am vergangenen Freitag gemeinsam mit seiner Busenfreundin Conny ein Duett performte. Doch der 16-Jährige erteilt etwaigen Verliebtheits-Märchen eine Absage: "Ich bin nicht verliebt in sie und sie ist auch nicht verliebt in mich. Natürlich kann man nicht abstreiten, dass sie hübsch ist und ich mich mit ihr gut verstehe, aber das basiert auf Freundschaft. Ich bin Single und will im Moment auch keine Freundin haben." Sorry, liebe Girls da draußen!
von Michael Fally, krone.at
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