Nach illegalem Export

Zurückgeholte „Plastikbombe“ wurde entschärft

Mit professioneller Konzentration öffneten Montagvormittag Experten des Ökoministeriums am Bahnhof in Enns (OÖ) jene Mostviertler Müllcontainer, die Österreich - wie berichtet - nach illegalem Export aus Malaysia zurückgeholt hatte. Sie werden jetzt im Labor des Umweltbundesamtes penibel untersucht.

„Illegale Müllexporte, insbesondere nach Asien, sind in den letzten Jahren immer öfter vorgekommen. Wir werden nun stärker kontrollieren. Denn wir haben in Österreich strenge Regeln zum Umgang mit Plastikmüll - die gilt es einzuhalten. Bei der Wiederverwertung und beim Export. Das wollen wir mit Schwerpunktkontrollen sicherstellen“, versicherte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne).

Greenpeace: „Das darf sich nicht wiederholen“
Von 700 Tonnen - mit Elektroschrott kontaminiertem - Kunststoff konnte allerdings nur ein Bruchteil aus Malaysia zurückgeholt werden. 100 Tonnen waren im Zoll hängen geblieben. Der Rest der Giftstoffe wurde auf ungesicherten Deponien verstreut. Greenpeace-Aktivistin Lisa Panhuber: „Das darf sich nicht wiederholen.“

Auch an einer anderen Umweltfront wächst die Kritik. Grund der Empörung - unter anderem bei Niederösterreichs Umweltlandesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) und dem grünen Anti-Atom-Mandatar Martin Litschauer: Wie berichtet, will die AKW-Lobby in der Slowakei im Mai den Start des brandgefährlichen Schrott-Reaktors Mochovce durchboxen. Dieser liegt nur 100 Kilometer von unseren Grenzen entfernt.

Mark Perry
Mark Perry
Christoph Matzl
Christoph Matzl
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Dienstag, 02. März 2021
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