Konter nach FP-Angriff

Polizeichef: „Repressalien nein, Konsequenz ja“

Oberösterreich
20.02.2021 11:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Landespolizeidirektor Andreas Pilsl wolle „Kritiker der Regierung durch Polizeirepressalien mundtot machen“ – diesen Vorwurf hat (wie berichtet) der Innviertler FPÖ-Nationalrat Hermann Brückl in eine Anfrage an den Innenminister verpackt. Repressalien nein, Konsequenz ja, sagt Pilsl, kurz zusammengefasst, dazu.

„Ich habe das nie so empfunden, dass ich irgendwelche Repressalien androhe, ganz im Gegenteil. Aber wir sind sehr konsequent dann wenn wir bedenkliche Entwicklungen in Richtung Extremismus jeder Art feststellen. Und das haben wir auch durchgezogen“, kontert Pilsl im „Krone“-Gespräch.

ÖVP-Gemeinderat in Grein
Brückl unterstellt auch, dass Pilsl „parteipolitisch motiviert handle“, wenn er Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen, zumindest die radikalen darunter, kritisiere. Tatsächlich ist der Landespolizeichef ein kleiner ÖVP-Funktionär in Grein: „Ich bin in Grein ÖVP-Gemeinderat, das war’s dann. Da geht es ausschließlich um das Zusammenleben in Grein und da möchte ich auch weiter meinen Beitrag leisten. Das hat Null damit zu tun, wie ich meine Funktion ausübe.“ Er habe rote, schwarze und auch blaue Minister gehabt, aber den Eid auf die Republik geschworen und so verstehe er sein Amt auch.

Grundloyalität
Trotzdem wird er aus dem von Herbert Kickl geführten FPÖ-Nationalratsklub attackiert. Wie war Pilsls Verhältnis zum Innenminister Kickl 2017 bis 2019? „Sachlich. Es gibt immer die Grundloyalität, die man seinem Chef, seinem Ressort gegenüber zu leisten hat.“

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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