„Rote“ Bilanz

OÖ-Skigebiete: Umsatzminus von bis zu 65 Prozent

Abgerechnet wird am Schluss, doch schon jetzt zeigt sich: Die heurige Skisaison war unter den ganzen Corona-Rahmenbedingungen ein Verlustgeschäft. In Hinterstoder und auf der Wurzeralm rechnet man mit einem Umsatzminus von 65 Prozent. „Wir sind für die Oberösterreicher da, die Sicherheit steht an oberster Stelle“, bekräftigt auch Gerhard Paschinger, Geschäftsführer Hochficht.

„Grundsätzlich ist die gesamte Saison sehr herausfordernd, der Aufwand groß. Wir sind aber froh, überhaupt geöffnet haben zu dürfen“, schildert Paschinger, den die „Krone“ am Freitag auf der Piste erwischte. „Wir sind sehr wetterabhängig. Der Donnerstag war gut besucht, der Mittwoch dafür sehr schlecht“, erklärt Helmut Holzinger, HiWu-Bergbahnen. Am Freitag um 11.30 Uhr waren exakt 866 Sportler auf den Pisten in Hinterstoder unterwegs – ein Viertel eines „normalen“ Skitages.

Ausländische Gäste fehlen
Generell wurde nach anfänglichen Schwierigkeiten die Parkkapazität von 850 Pkw kaum erreicht. „Es scheitert diesen Winter definitiv nicht am Schnee. Dass Hotels und Gastronomie immer geschlossen waren und bleiben, schmerzt besonders“, sind sich die Geschäftsführer einig. Nur mit einheimischen Tagesgästen, die auch oft nur zögerlich kamen, ist kein „schwarzes“ Ergebnis möglich.

Das Ziel sind offene Skipisten bis Ende März
Auf alle „Pistenflitzer“ warten noch einige Wochen Pistenspaß. In Hinterstoder und am Hochficht ist ein täglicher Betrieb bis Ende März geplant. Auf der Wurzeralm reduziert man Anfang März den Betrieb und hat nur mehr am Freitag, Samstag und Sonntag geöffnet. „Wenn das Wetter mitspielt erwarten wir uns für das Wochenende mehr Gäste. Unterm Strich bleibt aber ein kräftiges Minus“, so Paschinger. „Wir rechnen mit einem Minus von 65 Prozent“, weiß Holzinger.

Vorfrühlingswetter
Die Masken- und Abstandregeln bei den Liften bleiben natürlich bestehen, und das fürs Wochenende angekündigte Vorfrühlingswetter mit milden Temperaturen ist auch kein Grund, nachlässig zu werden. Es gibt keine Entwarnungen, dass die Wärme die Ansteckungsgefahr mildert. „Ob es bei Corona eine Saisonalität wie bei der Grippe gibt, wissen wir derzeit noch nicht“, sagt Heidrun Kerschner, Virologin am Ordensklinikum Linz.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
Elisabeth Rathenböck
Elisabeth Rathenböck
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 02. März 2021
Wetter Symbol