19.02.2021 07:00 |

Erste Details

Kärntner Feuerwehren erhalten neues Gesetz

399 Freiwillige Feuerwehren gibt es in Kärnten, insgesamt stellen sich mehr als 20.000 Blauröcke in den Dienst der guten Sache. Ohne Feuerwehren geht wenig bis nichts. Darum erhalten sie am Dienstag in der Regierung auch ein modernes neues Gesetz. Die „Krone“ stellt wesentliche Inhalte des Regelwerks vor.

Es beginnt ganz oben an der Spitze: Künftig ist in Kärnten ein hauptberuflicher Landesfeuerwehrkommandant möglich. In der Regierung wird aber betont, dass es absolut keine „Lex Robin“ sein werde.

Persönliche und soziale Kompetenz fördern
Auch der Gefahrenplan wird im neuen Gesetz verankert. Feuerwehrreferent Daniel Fellner: „Auf Basis des festgestellten Gefahrenpotenzials wird ein Konzept über den Bedarf an Fahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen bei Feuerwehren der jeweiligen Gemeinde erstellt. 90 derartige Pläne gibt es bereits, sie werden auch ins Gesetz aufgenommen.“ Die Jugendfeuerwehren werden gestärkt, es soll die persönliche und soziale Kompetenz gefördert werden.

Brandverhütunsstelle wird finanziert
Das Mindestalter kann künftig durch eine Verordnung der Landesregierung gesenkt werden. Bei Waldbränden kann mehr Geld vom Bund rückerstattet werden. Des weiteren wird gemeinsam mit den Versicherungen eine Brandverhütungsstelle finanziert. Die im Vorfeld heftig diskutierte Strafe bei uneinheitlicher Adjustierung ist gestrichen, die Einheitlichkeit soll aber künftig verstärkt gegeben sein.

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Es war ein vorbildhafter Beteiligungsprozess. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, das modernste Feuerwehrgesetz Österreichs wird auch den Bedürfnissen unserer Kärntner Blauröcke voll und ganz gerecht.

Landesrat Daniel Fellner

Zeit für modernes Gesetz
Verantwortlich wird dafür der jeweilige Kommandant sein. Aufgewertet wird auch die Landesfeuerwehrschule. Sie wird in Zukunft eine umfassende Kompetenzstelle für alle Bereiche des Zivil- und Katastrophenschutzes. Landesrat Daniel Fellner: „Das bisherige Feuerwehrgesetz ist über 30 Jahre alt. Es war daher Zeit für ein modernes und leicht lesbares Gesetz.“

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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