Um 395 Euro kann man Pilot eines McLaren 720S werden – für eine Stunde. Für den Kauf des Sportwagens braucht man gut 250.000 Euro; gebraucht ist er etwas billiger. „Zu günstige Schnäppchen müssen einen hellhörig machen“, weiß „Mister Ferrari“ Heribert Kasper.
Die Alarmglocken hatten ein 44-Jähriger aus dem Bezirk Klagenfurt und ein 48-Jähriger aus dem Bezirk Villach überhört. Anfang Oktober des Vorjahres hatte ihnen ein Klagenfurter hochwertige, flotte, günstige gebrauchte Sportwagen angeboten: McLaren 720S, Audi RS6, drei Porsche 911, darunter ein Targa 4S.
Männer vertrauten dem 37-Jährigen
Da die Männer den 37-Jährigen seit Jahren kannten und ihm vertrauten, mündeten die Verkaufsgespräche bald in schriftlichen Verträgen, erste Anzahlungen in der Höhe von Zehntausenden Euro flossen.
Der Verkäufer vertröstete seine Freunde und kam mit Ausreden
Dann sprach der 37-Jährige von Lieferschwierigkeiten, vertröstete die Freunde, die aber ihr Geld zurück haben wollten. Nach einem Streit am Telefon drohte er einem der Geschädigten. Die vergeblich auf die Schlitten wartenden Männer erstatteten Anzeige. Der des schweren Betrugs Verdächtige ist untergetaucht.
Bei super, super Schnäppchenpreisen muss man hellhörig werden. Zu billig ist verdächtig. Aber die Käufer sind oft wie in Trance, sehr emotional. Und leider gibt es da viele Betrüger.
Heribert Kasper, Sportwagenexperte, „Mister Ferrari“
"Die Geschädigten tun mir leid. Das ist ein emotionales Thema“
„Die Geschädigten tun mir leid. Das ist ein emotionales Thema. Dennoch ist einiges zu beachten“, so Sportwagenprofi Heribert Kasper. „Nie anzahlen, sondern eine Bankgarantie geben. Immer einen Ankaufstest machen und den Rest erst zahlen, wenn der Typenschein da ist!“
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