31.01.2021 06:02 |

Reisepläne

Von Sonne, Piks und Meer: Raus aus dem Lockdown!

Die Österreicher wollen wieder reisen. Raus aus dem Lockdown, weg von daheim, endlich wieder Urlaubsfreude genießen. Das kann heuer mit Testen und Impfen gelingen.

Worauf freuen sich die Österreicher nach der Krise? Natürlich auf Treffen mit Familie und Freunden (71,4 Prozent), das zeigt eine Umfrage von P8 Marketing unter 1800 Teilnehmern. Dann auf einen normalen Alltag (66,29 Prozent), gefolgt vom Reisen (54,91 Prozent). Und sie wollen gleich los: Nach einer Umfrage von Corps Touristique planen 44,2 Prozent der 1600 Teilnehmer heuer eine Reise.

„Wunsch zu reisen ist ja geblieben“
Für Josef Peterleithner, den Präsidenten des Österreichischen ReiseVerbandes (ÖRV), verständlich: „Der Wunsch zu reisen ist ja geblieben, mehr denn je“, sagt er zur „Krone“. Aber wie? Derzeit sind touristische Touren noch so gut wie unmöglich. Peterleithner: „Ganz allgemein kann gesagt werden: Je mehr Impfstoffe zugelassen sind, desto mehr Menschen können geimpft werden, und umso früher kommen wir wieder zu einem normalen Leben zurück.“

Jedenfalls innerhalb Europas soll das Reisen wieder möglich sein. Themen wie Impfschutz, Testungen, Hygiene-Maßnahmen würden uns auch künftig begleiten. Schon im Sommer 2020 habe sich gezeigt, dass Flugunternehmen und Hotellerie Hygiene-Konzepte und Co. professionell umsetzen.

Und wohin wollen die Österreicher? „Wir sehen einen Aufholbedarf vor allem bei Auslandsreisen rund ums Mittelmeer: Italien, Kroatien, Griechenland, Spanien“, sagt Peterleithner, „die Buchungen, die jetzt schon getätigt werden, spiegeln das wider. Dazu kommen noch Ägypten und die Türkei, natürlich auch Österreich selbst.“ Die Nachfrage nach Appartements, Villen, kleineren Hotels und bekannten Klubhotels mit hohen Sicherheitsstandards sei gestiegen: „Es wird also individueller gebucht, aber auch qualitativer und nachhaltiger. Auch das Sicherheitsbedürfnis steigt, deshalb wird mehr im Reisebüro und beim Reiseveranstalter gebucht.“

Angebote geben Kunden Sicherheit
Die Branche scharrt jedenfalls schon wie ihre Kunden in den Startlöchern: „Wir warten auf die Rahmenbedingungen“, so Peterleithner. Manche Veranstalter würden Anreize wie kostenlose Stornierungs- und Umbuchungsmöglichkeiten bis kurz vor der Anreise anbieten. Auch Versicherungen hätten reagiert und die Bedingungen angepasst. Insgesamt rechnet die Branche mit maximal 50 Prozent der Zahlen von vor der Krise. Und sollte der Lockdown weiter anhalten, werden Kurzarbeits-Verlängerung und weitere staatliche Unterstützung nötig sein. Wollen wir’s nicht hoffen: Wir wären ja alle lieber mal wieder weg!

An Maßnahmen beim Reisen würden wir uns rasch gewöhnen, meint Julian Jäger, Vorstandsdirektor vom Flughafen Wien im Interview mit der „Krone“:

„Krone“: Worauf müssen wir uns einstellen?
Julian Jäger: Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass man beim Reisen einen Impfnachweis oder ein negatives Testergebnis herzeigen muss. Ich denke, das wird für uns bald so selbstverständlich sein wie die Sicherheitskontrolle. Ich glaube, das ist eine tragbare Variante, um wieder reisen zu können.

Ist man denn vorbereitet?
Ja! Unsere Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, sie freuen sich schon darauf, wenn es wieder losgeht. Wir sind gerüstet, Testungen und Schutzmaßnahmen gibt es ja längst, das ist jetzt alles nichts völlig Neues.

Was wäre noch wichtig?
Wir fühlen uns von Politik und Behörden gut unterstützt. Wichtig wäre, dass Maßnahmen wie Landeverbote und Kontrollsysteme für Tests und Impfungen abgestimmt sind. Zumindest EU-weit sollte ein freies Reisen möglich sein.

Und was wünschen den Österreichern?
Na, einen schönen Urlaub natürlich! Ich kenne das ja von mir, ich war vorigen Sommer auf Korfu. Es war wunderschön. Ich glaube, wir wünschen uns alle, wieder reisen zu können.

Silvia Schober, Kronen Zeitung/krone.at

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