Nach Kritik aus der eigenen Partei hat der ÖVP-Chef Erklärungsbedarf für seine Budget-Einsparungen und tourt deshalb durch die Bundesländer. Am Donnerstagnachmittag kam er ins ÖVP-Bildungshaus St. Magdalena in Linz, um schwarzen Regierungsmitgliedern und Landtagsabgeordneten Rede und Antwort zu stehen.
Die wollten aber nicht nur übers Budget, sondern auch über den Westring reden und brachten dazu auch 150 Parteifreunde aus den betroffenen Regionen mit, die Pröll erst zu seinem Budget-Vortrag ließen, nachdem sie ihm ihre Probleme mit der Streichung des Projekts geschildert hatten: Ärger der Pendler mit dem Stau, Bedarf der Wirtschaft an einer soliden Verkehrslösung.
Pröll sichert volle Unterstützung zu
Dass sie damit bei ihrem Parteichef offene Türen einrennen würden, wussten die ÖVP-Funktionäre freilich: Pröll hatte sich schon vor fast zwei Wochen auf Anfrage der "OÖ-Krone" hinter die Forderungen der Oberösterreicher gestellt. Dabei blieb er auch: Der Westring sei ein "zentrales Projekt", dessen Streichung ihm unverständlich sei - und auch nichts mit den Sparzwängen seines Bundesbudgets zu tun habe: "Der Westring wird nicht aus dem Bundesbudget, sondern aus Mitteln der Asfinag bezahlt und ist daher nicht betroffen."
Kronen Zeitung
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