Am Weg der Besserung

Schüsse retteten gestürztem Rentner (61) das Leben

Oberösterreich
22.01.2021 06:00

Manfred A. (61) aus Haag am Hausruck ist nach seinem traumatischen Erlebnis und einer Woche Intensivstation zwar noch nicht ganz der alte, doch er kann schon wieder lachen. Nach einem Sturz am 6. Dezember war er fast vier Tage hilflos am Boden gelegen. In der Not hatte er nach seiner Pistole gegriffen und sich auf die Weise bemerkbar gemacht.

Laut seinen Ärzten war es ein Epilepsie-Anfall, der Manfred A. am Vormittag des Nikolo-Tages zu Boden geworfen hatte. „Ich bin am Rücken gelandet und konnte nicht mehr aufstehen“, erinnert sich der 61-Jährige.

Handy war unerreichbar
Mehr als drei Tage lag er in seinem Haus am Boden, bangte um sein Leben. „Das Handy war am Tisch und unerreichbar“, erklärt A. Es gelang ihm, eine Decke herabzuziehen, die ihn wärmte. Dann kam er auf die Idee, sich mit seiner Pistole bemerkbar zu machen. „Der Safe steht am Boden, ich konnte mit der Hand hineingreifen und die Waffe herausziehen.“

Mehrere Schussabgaben
Mühsam lud er das Magazin, repetierte und feuerte. „Ich hab’ in die Decke, in den Tisch und durchs Fenster geschossen.“ Nachbarin Hildegard H. (60) hörte das und setzte die Rettungskette in Gang. A.: „Ich war schon stark dehydriert, hab’ mich sozusagen ,zurück ins Leben geschossen‘.“

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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