Das ist ein Serienauto

E-Revolution: Feststoffakku & 1000 km Reichweite!

Motor
12.01.2021 13:49

Das chinesische Elektroauto-Start-up Nio erweitert sein bislang aus SUV-Modellen bestehendes Angebot um die Luxuslimousine ET7. Der jetzt in China vorgestellte, 5,10 Meter lange Viertürer bietet gleich mehrere Superlative. Am eindrucksvollsten ist seine 150 kWh große Feststoffbatterie, die nicht nur mehr als 1000 Kilometer Reichweite, sondern außerdem dank Wechselfunktion auch eine minimierte Ladezeit erlaubt.

(Bild: kmm)

Der jetzt in China vorgestellte, 5,10 Meter lange Viertürer bietet gleich mehrere Superlative. Am beeindruckendsten ist wohl die 150 kWh große Feststoffbatterie, und auch mehr als 1000 Kilometer Reichweite wird man bei E-Autos lange suchen müssen. Und nicht einmal lange Ladezeiten sind zu befürchten, denn statt das Auto jedes Mal anzustöpseln, wird die Batterie einfach gegen eine vollgeladene getauscht. Bis Ende 2021 soll das Netz der Tauschstationen in China auf 500 Stück ausgebaut werden.

Sportliche Fahrleistungen
Die Außenhaut des ET7 ist mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,23 ausgesprochen windschlüpfrig, was vor allem der Effizienz zuträglich sein dürfte. Üppig ist der Antrieb, denn während ein auf die Vorderachse einwirkender E-Motor 180 kW/245 PS mobilisiert, sind es hinten 300 kW/408 PS. Der daraus resultierende Allradantrieb mit insgesamt 480 kW/653 PS Systemleistung und 850 Newtonmeter -drehmoment erlaubt einen Sprint auf 100 km/h in 3,9 Sekunden.

Drei Batterievarianten
Zwischen drei Akkuversionen kann man wählen. Alle basieren auf einer Feststoffbatterie, die sich durch eine Energiedichte von bis zu 360 Wattstunden pro Kilogramm auszeichnet (zum Vergleich: aktuelle Lithium-Ionen-Akkus kommen auf rund 200 Wh/kg). Neben der bereits erwähnten Topversion mit 150 kWh stehen noch eine 70-kWh-Variante für rund 500 Kilometer sowie ein 100 kWh großer Akku mit 700 Kilometer Reichweite zur Wahl. Für seine Fahrzeuge betreibt Nio in China ein Wechselsystem, das auch im Fall des ET7 den schnellen Akkutausch erlaubt, womit sich auf Reisen lästige Ladezeiten vermeiden lassen.

Nio-CEO William Li bei der Präsentation in Chengdu (Bild: APA/AFP/STR)
Nio-CEO William Li bei der Präsentation in Chengdu

Der aufgeräumte Fahrerplatz des ET7 zeichnet sich durch einen 12,8-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole sowie ein kleineres Display hinterm Lenkrad aus. Unter anderem kommen hier nachhaltige Materialien aus Rattan zum Einsatz. Serienmäßig an Bord sind klimatisierte Massagesitze vorne und eine 1000 Watt starke Surroundsoundanlage. Außerdem bietet der ET7 ein fast zwei Quadratmeter großes Panoramaglasdach.

(Bild: Nio)

Dank starker Rechnerleistung sowie 33 Sensoreinheiten, die Kameras, LiDAR, Radare, Ultraschallsensoren und auch V2X-Kommunikationstechnik umfassen, soll die Limousine automatisierte Fahrkünste auf dem Autonomie-Level 3 beherrschen.

(Bild: Nio)

Bestellen kann man schon ...
In China kann der Nio ET7 bereits vorbestellt werden. Im ersten Quartal 2022 sollen dann die ersten Exemplare auf die Straße kommen. Die Preise starten bei 48.000 Euro, sofern sich der Kunde für die Basisversion und eine Batteriemiete entscheidet. Wer die Batterie sein Eigen nennen will, muss laut Nio rund 8500 Euro Aufpreis bezahlen. Inklusive Batterie rund 66.500 Euro kostet die Premier Edition mit 700 Kilometer Reichweite. Einen Preis für die Topversion haben die Chinesen noch nicht genannt.

(Bild: Nio)

Nio ist auf dem chinesischen Markt nach zwischenzeitlichen Schwierigkeiten mit drei Elektro-SUVs (EC6, ES6 und ES8) sehr erfolgreich. In Europa ist Nio noch nicht vertreten. Als erstes europäisches Land könnte Norwegen ein Exportziel sein.

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