Das Thema "Nebel" sorgt seit Anbeginn des Rekordverfahrens für Kontroversen und wurde zum Kernpunkt im Gespräch zwischen den Gegnern der Anlage und Umweltrechtler Bernhard Raschauer. Er hatte der Umweltreferentin ja empfohlen, den Bescheid zum GDK abzusegnen und rechtfertigte nun in der Landesregierung seine Beweggründe.
Klar wurde im "Kreuzverhör" indes, dass die Nebelbildung durch das Kraftwerk nicht beurteilt werden kann. Zwar wurden zwei Modelle (ADMS, BOX) für Prognosen herangezogen, "es gibt aber kein geeignetes Modell. In Wahrheit lässt sich das nicht beurteilen", heißt es in der Kärntner Landesregierung. Ob es eine Mehrbelastung geben wird, wenn das Werk läuft, bleibt eine Überraschung. "Nur Bandbreiten sind prognostizierbar", relativiert Raschauer.
Umstritten ist auch die Rolle, die er im UVP-Verfahren gespielt hat. Die Bürgerinitiativen sehen ihn als "Oberprüfer", er sich selbst jedoch nur als "Ratgeber". Die Fronten bleiben also weiterhin verhärtet.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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