15.12.2020 12:54 |

Bald doppelt so viele

30.000 PCR-Tests pro Tag in neuem Wiener Labor

Deutlich erhöht wird die heimische Kapazität an Coronavirus-Testauswertungen mit der Inbetriebnahme eines neuen Labors im Wiener Bezirk Penzing, das sich auf dem Areal des Otto-Wagner-Spitals befindet. 30.000 PCR-Tests pro Tag soll der neue Standort schaffen, in den nächsten Monaten könnte die Kapazität sogar auf bis zu 60.000 erhöht werden, wurde in Aussicht gestellt. Die Stadt Wien hat sich jedenfalls schon einmal ein Kontingent von bis zu 10.000 Tests pro Tag reserviert.

Das PCR-Labor ist im Pavillon 17 des Otto-Wagner-Spitals untergebracht und sorgt für 140 Arbeitsplätze. Die Flächen im Ausmaß von 3600 Quadratmetern werden von der Stadt als Eigentümerin vermietet. Fünf Millionen Euro wurden für den in nur sechs Wochen gestemmten Umbau investiert, erklärte Michael Havel, Co-Gründer des Betreibers Lifebrain Group, am Dienstag.

Die Auswertungsresultate der Abstriche würden jedenfalls binnen 24 Stunden vorliegen, versprach der Firmenchef. Bis Jahresende wird dafür täglich von 7 bis 22 Uhr gearbeitet, ab Beginn 2021 sei ein Betrieb rund um die Uhr geplant. Und 30.000 Tests sollen nicht das Ende der Fahnenstange sein. In den nächsten Monaten werde die Kapazität auf bis zu 60.000 Ergebnisse pro Tag erhöht, kündigte Havel an.

Hacker: „Superwertvolle Ressource“
Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) freute sich über „diese superwertvolle Ressource“. Denn er sei von Anfang an ein Anhänger der Viel-Testen-Strategie gewesen. Nur so könne die Pandemie einigermaßen unter Kontrolle gehalten werden. Die Stadt selbst habe beim neuen Lifebrain-Labor zunächst ein Kontingent von bis zu 10.000 PCR-Tests pro Tag reserviert, sagte Hacker.

Diese sehr präzise Corona-Nachweismethode werde trotz bevorstehender Impfung noch längere Zeit wichtig sein, waren sich Hacker und Havel einig. Denn selbst Geimpfte könnten mitunter weiterhin Virusüberträger sein.

Ausbau von Antikörper-Testungen geplant
Das Unternehmen will künftig auch den Bereich der Antikörper-Testungen massiv ausbauen. Denn dieser Sektor sei im Zusammenhang mit der Corona-Impfung insofern wichtig, als dadurch regelmäßig erhoben werden könne, ob Geimpfte nach wie vor immun seien bzw. ob Personen nach einer bereits zurückliegenden Covid-Erkrankung ohnehin noch Antikörper aufweisen und deshalb vorerst nicht geimpft werden müssen, erklärte Havel.

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