Seit mehr als 20 Jahren begleitet das Thema Reststoffdeponie bei Neudorf die Burgenländer. Und ebenso lange haben sich viele Bürger, Naturschützer, aber auch Landespolitiker gegen die Errichtung ausgesprochen (siehe Infobox). Das Verfahren durchlief mehrere Instanzen, schien bereits gestorben und lebte Anfang dieses Jahres durch einen neuen Vorstoß der Firma AVE wieder auf. Sofort waren auch die Gegner und die Mitglieder der Bürgerinitiative auf dem Plan, um die Deponie mit allen Mitteln zu verhindern.
Bereits im Sommer nahmen Landeshauptmann Hans Niessl und Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner an einem Lokalaugenschein teil, ließen sich von Felix Miletich von der Bürgerinitiative das Areal zeigen. Beide Politiker sprachen sich gegen das Vorhaben aus. Das Verfahren wurde ruhend gestellt. Jetzt legte AVE einen Kompromissvorschlag vor. Über diesen wurde nun auf Einladung des Landeschefs an einem runden Tisch diskutiert. Für die Bürgerinitiative hat sich nichts geändert. Sie sieht keine Vereinbarkeit mit dem Natura-2000-Gebiet. Negative Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Luftqualität werden befürchtet. Für das Deponie-Areal haben die Naturschützer bereits eine Idee. "Aus den Schottergruben könnten Rückzugsgebiete für gefährdete Vögel werden."
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