Endlich gewonnen!

Dem FC Wacker fiel mit 2:1-Sieg ein Felsen vom Herzen

Tirol
07.11.2010 12:34
Wacker Innsbruck ist nach sechs sieglosen Partien wieder auf die Siegerstraße zurückkehrt. Nach einem hart erkämpften 2:1-Heimsieg gegen den SV Mattersburg im Innsbrucker Tivoli war die Freude beim Aufsteiger riesig. Während die Tiroler am Samstag das wieder entdeckte Glücksgefühl auskosten durften, haderten die Burgenländer mit der Pleite. "Das Glück ist ein Vogerl", meinte Trainer Franz Lederer. Zumindest einen Punkt hätte sich der Vorletzte verdient gehabt.

Bezeichnend für die Anspannung und den Druck unter dem die Tiroler gestanden waren, war die Jubelrunde von Marcel Schreter, der seine Elf mit einem Elfmeter (58.) mit 1:0 in Front gebracht hatte: Nach einem Sprint über das halbe Spielfeld ließ er sich auf die Knie sinken und ballte beide Fäuste. "Der Stein, der mir und der ganzen Mannschaft vom Herzen gefallen ist, war gewaltig, fast schon ein richtiger Felsen", meinte der siebenfache Saisontorschütze, der erstmals seit 22. September (4:2 in Kapfenberg) wieder getroffen hatte.

So ähnlich sah es auch sein Trainer Walter Kogler. Der Kärntner hoffte, dass der durch den eingewechselten Julius Perstaller (78.) sichergestellte Sieg Wacker wieder mehr Selbstvertrauen geben wird. Besonderes Lob gab es für Torhüter Grünwald. "Pascal hat uns in der ersten Hälfte im Spiel gehalten", erklärte Kogler, der sich ansonsten mit dem Gesehenen nicht zufrieden zeigte. Zu langsam im Spielaufbau sei man gewesen und hätte in der Defensive unnötige Fouls dort begangen, wo es am gefährlichsten sei.

Doch einzig wichtig war für den Aufsteiger der Erfolg. Zwar wurde in Innsbruck immer gelobt ("Starke Leistung, auf Augenhöhe"), doch unter dem Strich waren in den jüngsten sechs Partien nur zwei Zähler geblieben. "Diesmal war es sicherlich eines unserer schlechtesten Spiele", bekannte Kogler. "Der Druck auf der Mannschaft war schon gewaltig. Wichtig waren nur die drei Punkte, damit bleiben wir an der Spitze dran."

Mattersburgs Ilco Naumoski verstand am Tivoli die Welt hingegen nicht mehr. "Ich glaube, die Innsbrucker wissen immer noch nicht, warum sie gewonnen haben", sagte der exzentrische Stürmer, der nach einer Verletzung ausgewechselt wurde. Die Burgenländer, die sich vor über 10.000 Besuchern nicht versteckt hatten, hätten zur Pause klar führen müssen.

"Wir haben guten Fußball geboten und wurden dafür nicht belohnt", haderte Trainer Franz Lederer mit dem Schicksal und auch den umstrittenen Elfmeter, der die Tiroler in Front brachte. "Ich kann meiner Mannschaft nach dem heutigen Spiel absolut nichts vorwerfen."

Am Mittwoch müssen die Tiroler das Cup-Spiel bei Austria Wien bestreiten (20.30 Uhr/live ORF1). Mattersburg muss bei Favoritenschreck Blau-Weiß Linz antreten.

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