"Nicht sinnvoll"

SP und VP wehren sich heftig gegen Spitalsreform

Burgenland
05.11.2010 16:43
Wenig Begeisterung hat auch im Burgenland die von Gesundheitsminister Alois Stöger angekündigte Spitalsrefom ausgelöst. Moderater als in Niederösterreich, aber doch, wehrt sich SP-Landesrat Peter Rezar. Und auch die Landes-VP hält an allen fünf Spitalsstandorten fest. Allerdings mit mehr Spezialisierung.

"Ich halte es für nicht sinnvoll, dass die Entscheidungen, wo Versorgung im Burgenland nötig ist, in einem Wiener Ministerium gefällt wird", sagt Landesrat Peter Rezar zu den Reformplänen von Stöger. Für ihn haben alle Spitalsstandorte eine Berechtigung. "Außerdem kann man nicht einen Teilbereich aus dem Gesundheitswesen herausgreifen und nur den reformieren", so der SP-Politiker. 

Ähnlich die Reaktion des VP-Gesundheitssprechers Rudolf Geißler. Auch für ihn steht der Weiterbestand aller fünf Krankenhäuser außer Diskussion. Geißler: "Trotzdem muss reformiert werden. Die beste Lösung wäre, wenn sich die Spitäler schwerpunktmäßig spezialisieren würden." Eine Grundversorgung müsse aber gewährleistet sein.

Kronen Zeitung

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