Serie reißt nicht ab
Griechische Polizei entdeckt erneut Paketbomben
Indes dauert die Fahndung nach den Urhebern der Briefbombenserie mit unverminderter Intensität an. Wie der griechische Rundfunk unter Berufung auf die Polizei am Donnerstag berichtete, wurden in den vergangenen zwei Tagen mehrere Wohnungen durchsucht - allerdings ohne Ergebnis.
Die beiden Tatverdächtigen hingegen, die am Montag im Zentrum von Athen festgenommen worden waren, sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Vor dem Untersuchungsrichter und dem Staatsanwalt gaben sie an, sie würden das Verfahren nicht anerkennen. Die Männer im Alter von 22 und 24 Jahren hatten bei ihrer Festnahme zwei Paketbomben bei sich gehabt, die an die belgische Botschaft in Athen und an Sarkozy adressiert waren.
Linksextremisten als Absender?
Die Sicherheitskräfte suchen nach einem Unterschlupf der linksextremistischen Untergrundorganisation "Verschwörung der Zellen vom Feuer", in dem die Briefbomben gebaut worden sind.
Postsendungen mit Sprengsätzen an ausländische Botschaften in Athen und - von Athen abgeschickt - an das Kanzleramt in Berlin sowie an den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatten zu Wochenbeginn die Sicherheitskräfte in Europa in Alarmbereitschaft versetzt. Als Absender werden radikale Autonome aus Griechenland vermutet.
Ende der Vorwoche hatten Sicherheitskräfte auf einem Flughafen bei Nottingham sowie in Dubai per Luftpost verschickte Paketbomben aus dem Jemen entdeckt und entschärft. Sie waren an jüdische Einrichtungen in den USA adressiert. Verletzt wurde jeweils niemand.
EU beruft Expertentreffen ein
Die EU hat nach der Entdeckung der diversen Paketbomben für Freitag ein Expertentreffen zur Bedrohung durch terroristische Luftfracht einberufen. "Das Ziel ist es, eine Antwort auf die jüngsten Bedrohungen auszuarbeiten", sagte Michele Cercone, Sprecher von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström.
An dem Treffen von Luftfahrtssicherheitsexperten der 27 EU-Staaten sollen auch Experten zur Entdeckung von Sprengstoffen und für Frachtgut teilnehmen. Die EU arbeite laut dem Sprecher in dieser Frage auch eng mit internationalen Partnern wie den Vereinigten Staaten und Australien zusammen.
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