26.11.2020 10:41 |

Bub überlebte

Prozess: Neugeborenes in Mülltonne deponiert

Wegen versuchter Tötung eines Neugeborenen muss sich am Donnerstag eine Kärntnerin vor Gericht verantworten. Sie hatte im Jahr 2016 ihr Baby kurz nach der Geburt in einer Mülltonne deponiert; es überlebte. Die Frau wurde erst vier Jahre danach gefunden.

Das Neugeborene war im Jänner 2016 ausgesetzt worden. Eine Frau im Klagenfurter Stadtteil St. Ruprecht hatte es gefunden, als sie Abfall in die Tonne werfen wollte. Sie hatte das Baby schreien gehört und sofort danach gesucht. Es war ein Bub.

Die Finderin alarmierte sofort die Polizei und wärmte den Säugling bis zum Eintreffen der Rettung. Die Körpertemperatur des Neugeborenen betrug nur noch 21 Grad Celsius, doch es überlebte.

DNA-Abgleich führte zufällig zu Mutter
Die Mutter wurde im Frühjahr nur zufällig durch einen DNA-Abgleich gefunden; der Vater war in der Datenbank gespeichert. Er nannte den Ermittlern den Namen der Frau. Der Schöffensenat tagt unter dem Vorsitz von Richter Dietmar Wassertheurer; der Strafrahmen liegt bei sechs Monaten bis fünf Jahren.

 Kärntner Krone
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