SPÖ-Abg. Dietmar Keck:

„Ich lasse mich gewiss nicht mundtot machen!“

Der Linzer SPÖ-Abgeordneter Didetmar Keck, der sich im Nationalrat in Rage geredet hatte, wurde per Mail aus der Schweizer „Hochfinanz“ auch beim Arbeitgeber Voestalpine „angeschwärzt“.

„Jetzt krieg ich langsam Angst hier am Rednerinnenpult“, sagte die grüne Klubobfrau Sigrid Maurer am Dienstag im Nationalrat angesichts wütender Zwischenrufe des Linzer SPÖ-Abgeordneten Dietmar Keck. Maurer verteidigte die Abschaffung der abschlagslosen „Hacklerpension“,  Keck redete sich deshalb zunehmend in Rage („Ein Wahnsinn!“, „Anschlag auf die Arbeiter!“). Dafür gab’svon Präsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) eine (formlose) Ermahnung: „Mäßigen Sie sich. Es braucht hier niemand Angst zu haben.“

Ein Beschwerdemail von einem Zürcher
Das gehört dazu. Eine andere Ermahnung erzürnt den SPÖ-Arbeitervertreter dann doch. Nämlich ein Mail von „einem Generaldirektor der Hochfinanz“, wie es Keck am Freitag formulierte. Aus Zürich, Schweiz, kommend und nicht nur an ihn und Sobotka adressiert, sondern auch - unter anderen -an den Generaldirektor und den Aufsichtsratschef der Voestalpine, wo Keck in Linz Betriebsrat ist.

Rücktrittsforderung an Keck
„Da steht drin, ich würde Hass und Hetze verbreiten.Ich solle zurücktreten und in Zukunft Straßenlaternen, Parkbänke oder Abfalleimer anschreien“, erzählt Keck empört, auch in einer Rede im Nationalrat. Er empfindet das als „Versuch, einen engagierten Vertreter der Arbeiterinnen und Arbeiter mundtot zu machen“.

Blumen als Wiedergutmachung?
“Österreich ist meine zweite Heimat. Frau Maurer hat mir schlicht leid getan, als Herr Keck ihr in den Karrengefahren ist“, sagt der Mail-Schreiber zur „Krone“: „Keck sollte ihr einen Blumenstrauß schenken!"

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Sonntag, 29. November 2020
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