"Importiertes" Fest

Handel freut sich auf Halloween, Polizei weniger...

Kärnten
29.10.2010 16:48
Es ist wieder soweit: Am Sonntag, dem 31. Oktober, wird auch in Kärnten wieder Halloween gefeiert! Dieses "importierte" Fest entwickelt sich immer mehr zu einem Wirtschaftsfaktor. Der Handel erwartet gute Geschäfte. Die Polizei warnt jedoch vor Sachbeschädigungen.

Die Wurzeln dieses heidnischen Festes liegen angeblich im keltischen Irland. Als "All Hallows' Even" (Allerheiligenabend) gelangte es mit Auswanderern Anfang des 19. Jahrhunderts in die USA, und von dort – wie vieles andere auch – um 1990 wieder zurück nach Europa.

Vor allem Jugendliche feiern zu Halloween ausgiebig Party. Nikolaus Gstättner, Geschäftsführer der Sparte Handel in der Kärntner Wirtschaftskammer: "Bei uns machen etwa zehn Prozent der Bevölkerung bei diesem Gruselfest mit. Pro Person werden im Schnitt 22 Euro dafür ausgegeben." Und das hauptsächlich für Süßigkeiten und für Deko-Artikel.

Aber auch für Kürbisse, die, so Gstättner, immer öfter in den Speiseplan aufgenommen werden. Der Verkauf von Kostümen, Masken und diversen Scherzartikeln hat – nach einigen umsatzschwächeren Jahren – wieder zugenommen. Gstättner: "Wir rechnen damit, dass das Halloween-Geschäft dem Kärntner Handel einen zusätzlichen Umsatz von etwa einer Million Euro bringt."

Sachbeschädigung kann teuer werden
Die Polizei weist auch heuer wieder darauf hin, dass Halloween-Streiche, die zu weit gehen, den Tatbestand der Sachbeschädigung oder der Ruhestörung erfüllen können, und das kann – auch für die Eltern der Kinder – teuer werden. Zwar ist der Ruf "Süßes oder Saures", mit dem Zuckerln gefordert werden, noch keine gefährliche Drohung. Doch die Reinigung einer verschmutzen Hausfassade kostet oft schon einige Tausend Euro!

von Martin Radinger, "Kärntner Krone"

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