Beim jüngsten Coup in Weiz in der Oststeiermark, nur eineinhalb Autostunden von Wolfsberg entfernt, haben die Ermittler einen in Italien gestohlenen schwarzen Kombi sichergestellt. Es sei davon auszugehen, dass die Täter über die Autobahn durch Kärnten angereist waren, heißt es. "In Oberitalien gibt es gleich gelagerte Fälle. Wir schließen Zusammenhänge mit dem versuchten Bankomat-Diebstahl in der Steiermark nicht aus", erklärt Peter Farmer vom Kriminalamt Steiermark.
Derzeit werden gesicherte DNA-Spuren ausgewertet. Mit den Beamten des Polizei-Kooperationszentrums in Thörl-Maglern soll Kontakt aufgenommen werden, um Parallelen der Coups in Österreich, Italien und Slowenien zu untersuchen. Denn auch bei unseren südlichen Nachbarn in Slowenien sind Bankomat-Diebe unterwegs, wie Manfred Schoi, Leiter der Diebstahlsgruppe des LKA bestätigt: "Anders als in der Steiermark, wurden dort die Bankomaten gesprengt. Die Fälle sind jedoch nicht lokal zu bewerten. Die Täter sind mobil, und auch wir sind nicht vor ihnen sicher. Die Polizeiinspektionen in Kärnten sind vorgewarnt."
Viele der heute tätigen Beamten haben bereits ihre Erfahrung mit Bankomat-Dieben gemacht. Vor 15 Jahren beschäftigte eine ähnliche Serie die Ermittler: Auch in Brückl und Kühnsdorf wurden damals Geldautomaten gestohlen. Zwischen 2004 und 2006 sorgte dann ein italienisches Ehepaar als Kopf einer Bankomatsprenger-Bande für Schlagzeilen. Sie hatte drei Tresore in die Luft gejagt. Die Mitglieder wurden schließlich gefasst.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"










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