Zirkusdirektor:

„Unsere zehn Kamele sind keine Streicheltiere“

Mehrfacher Unterarmbruch - das ist die Diagnose, nachdem in Ried im Innkreis (Oberösterreich) ein hungriges Kamel nach einer 65-Jährigen geschnappt hatte, die einen Sack Karotten in der Hand hielt. Auch die Tochter der Pensionistin wurde leicht verletzt, als sie der Mutter helfen wollte.

Der Zirkus ist wegen Corona heuer zum zweiten Mal in Ried gestrandet. „Wir sind froh über jede Futterspende für unsere 40 Tiere“, sagt Direktor Alex Kaiser, bittet aber von Aktionen wie jener der Frauen abzusehen, welche die Karotten selbst den Kamelen geben wollten. „Wir haben eine Herde von zehn Kamelen, die sind keine Streicheltiere“, mahnt er, die doppelte Absperrung und die Schilder „Bitte nicht füttern“ ernst zu nehmen.

Besucherinnen wollten streicheln und füttern
Laut Zeugen wollten Mutter und Tochter die Tiere streicheln, hatten das Futter in der Hand. „Alle Tiere sind zu ihnen hingerannt, es gab Futterneid“, sagt Kaiser. Eines der Kamele stieß dabei die 65-Jährige aus Ried um, schnappte nach den Karotten und erwischte den rechten Unterarm, der dabei schwer verletzt wurde. Als die Tochter (35) aus Aurolzmünster zu Hilfe kam, schnappte ein Kamel auch nach deren Karotten und biss sie in den Arm – sie kam mit leichten Blessuren davon.

Die Mutter wurde mit gebrochenen Arm ins Spital eingeliefert. „Wir hatten noch nie so einen Unfall, es tut uns leid“, so der Direktor, der versichert ist. Das Schild „Bitte nicht füttern“ war vorm Vorfall entfernt worden - laut Polizei vielleicht sogar von den Kamelen selbst.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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Freitag, 27. November 2020
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