16.11.2020 06:00 |

Für Eltern mit Bedarf

Betreuung der Kinder in der Steiermark gesichert

Darf ich meine Kinder jetzt in die Schule und den Kindergarten schicken - oder nicht? Diese Frage stellen sich seit Bekanntwerden des zweiten Lockdowns tausende steirische Eltern. Die „Krone“ liefert Antworten.

Darf ich meine Kinder jetzt in die Schule und den Kindergarten schicken - oder nicht? Eine Frage, die sich seit Bekanntwerden des zweiten Lockdowns tausende steirische Eltern stellen. Eine eindeutige Antwort darauf lieferten die bis dato aus dem Bund durchgesickerten Informationen nicht wirklich. „Alle, die Bedarf haben, dürfen ihre Kinder bringen - unabhängig vom Beruf der Eltern“, stellt Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP), deren Quarantäne nach einem Kontakt mit einer Covid-19-infizierten Mitarbeiterin am Sonntag übrigens aufgehoben wurde, klar.

„Wo möglich, zu Hause betreuen“
Die Politikerin, selbst dreifache Mutter, appelliert aber, „dort, wo es möglich ist, sollen die Kinder bitte zuhause betreut werden. Außerdem möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass das Pflichtkindergartenjahr ausgesetzt ist - Kinder, die nicht kommen, sind also entschuldigt.“

Während die Verordnung für den Schulbereich Bundesangelegenheit ist, liegt jene für die Kindergärten in der Verantwortung der Länder - hier ist Bogner-Strauß vor allem die Aufrechterhaltung der Förderung von behinderten Kindern wichtig. „Deshalb wird dort, wo es die 1:1-Betreuung braucht, diese auch weiterhin möglich sein.“

Auch für Eltern im Homeoffice
Ihr Parteikollege und Grazer Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner weist explizit darauf hin, dass sich das Betreuungsangebot nun auch an Eltern richtet, die sich im Homeoffice befinden. „Jeder, der selbst Kinder hat, weiß, dass es unmöglich ist, diese neben der Arbeit adäquat zu beschäftigen.“

Die Grazer Pflichtschulen sieht er für den Fernunterricht jedenfalls gewappnet: „Wir haben alle Lehrerzimmer mit Laptops ausgestattet, die Klassenräume mit WLAN aufgerüstet - und dazu werden wir auch wieder unser Kopierservice in den Schulen einrichten. Die Laptop-Ausstattung der Schüler ist ja Bundessache - nach einem dementsprechenden Beschluss ist aber auch hier die Beschaffung im Laufen.“

Kaum Änderung an Berufsschulen
Keine großen Änderungen wird es übrigens für die rund 4000 steirischen Berufsschüler geben. Nach Vorgabe des Bildungsministeriums wird am „ausgedünnten Praxisunterricht“ festgehalten. Höchstens ein Viertel der Schüler pro Jahrgang darf im Präsenzunterricht sein. Eine Schulzeitunterbrechung ist nicht vorgesehen.

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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