Düstere Prognose
NATO-Boss: Abzug aus Afghanistan frühestens 2014
Vorstellbar sei jedoch, die Zahl der Kampftruppen deutlich zu reduzieren und dafür die Zahl der Ausbilder und Berater in Afghanistan zu erhöhen, sagte Rasmussen. Denn auch nach einem Ende des Kampfeinsatzes dürfe kein Sicherheitsvakuum zugelassen werden. Bisher ist geplant, ab 2011 die Sicherheitsverantwortung schrittweise von der NATO-geführten ISAF-Mission in afghanische Hände zu übergeben. Dieser Prozess soll bis 2014 abgeschlossen sein.
Zugleich sprach sich Rasmussen dafür aus, die Beziehungen zwischen der NATO und Russland auszubauen, da auch Moskau ein langfristiges Interesse an einem stabilen Afghanistan habe. So gebe es bereits Gespräche zwischen den USA und Russland zur Ausrüstung der afghanischen Armee mit Hubschraubern sowie die dafür notwendige Pilotenausbildung.
Russland soll in Raketenabwehr einbezogen werden
Außerdem sollte Russland in die geplante Raketenabwehr der NATO einbezogen werden, fügte Rasmussen hinzu. Das wäre ein wichtiger Schritt, eine wirkliche euro-atlantische Sicherheitsarchitektur aufzubauen. Auch würde damit der Sorge begegnet, das Raketenschild der NATO könnte sich gegen Russland richten.
Eine Entscheidung über das Raketenabwehrsystem soll auf dem NATO-Gipfel Ende November in Lissabon fallen. Auf dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der 28 NATO-Länder soll zudem das neue strategische Konzept des Militärbündnisses verabschiedet werden, mit dem die NATO die neue Bedrohungen des 21. Jahrhunderts definiert, neuen Partnerschaften den Weg ebnet und einen vernetzten Ansatz zur Grundlage eine besseren Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen von UNO über EU bis zur Weltbank bis und Asiatischen Entwicklungsbank machen will.











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