Von Gruppe vergessen

USA: Taucher erhält 1,7 Millionen Dollar Entschädigung

Ausland
25.10.2010 08:32
Ein amerikanischer Hobbytaucher, der rund 20 Kilometer vor der kalifornischen Küste von seiner Tauchergruppe vergessen worden war, hat eine Millionenentschädigung erhalten. Eine Jury in Los Angeles sprach dem Ingenieur Daniel Carlock eine Summe von knapp 1,7 Millionen Dollar (rund 1,2 Millionen Euro) zu, berichtete die "Los Angeles Times" am Sonntag.

Der Vorfall hatte sich bei einem Tauchgang im Jahr 2004 ereignet. Der damals 45 Jahre alte Mann trieb fünf Stunden lang im Meer, bevor er zufällig von einem Buben auf einem vorbeifahrenden Boot entdeckt wurde.

Todesängste in dichtem Nebel
Carlock hatte die Betreiber der Tauchexkursionen auf Schadenersatz für posttraumatischen Stress und gesundheitliche Schäden verklagt. Vor Gericht sagte er aus, dass er Todesängste ausstand, als er alleine im dichten Nebel stundenlang im Wasser trieb.

Pfiffe und Signale blieben ungehört
Zuvor war er nach Problemen mit dem Druckausgleich ein Stück von der Gruppe abgekommen. Er habe versucht, das Begleitboot durch Pfiffe und Signale zu alarmieren, sei aber nicht gesehen worden. Die Taucher setzten ihre Fahrt fort und stellten erst Stunden später fest, dass Carlock fehlte.

Symbolbild

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