Abbruch zum Auftakt

Herren-Rennen in Sölden fällt dem Nebel zum Opfer

Tirol
24.10.2010 15:59
Nach sieben Verschiebungen im Viertelstundentakt ist auch dem letzten Optimisten klar geworden, dass das nichts mehr mit einem zweiten Riesentorlauf-Durchgang wird: Der alpine Ski-Weltcup der Herren hat am Sonntag in Sölden mit einer Absage begonnen, Nebel verhinderte die Durchführung des Finales auf dem Rettenbachferner. Der zu Ende gebrachte erste Lauf wird nicht gewertet.

Mathias Berthold, der neue Cheftrainer der Österreicher, war von der Leistung seiner Schützlinge angetan. "Wir hatten eine super Ausgangsposition, deshalb finde ich die Absage sehr schade. Die Jungs haben sich gut präsentiert, ich bin sehr stolz", erklärte der Vorarlberger.

Richard führte nach erstem Durchgang
Nach dem ersten Lauf war der Franzose Cyprien Richard 2/100 Sekunden vor dem US-Amerikaner Ted Ligety und jeweils 3/100 vor dem Österreicher Philipp Schörghofer sowie dem Italiener Davide Simoncelli in Führung gelegen. Die beiden ÖSV-Athleten Marcel Hirscher und Romed Baumann hatten die Ränge fünf und acht eingenommen. Benjamin Raich war nach einem schweren Schnitzer nur 16.

"Ärgerlich, aber bei diesen Bedingungen kann man nicht fahren", meinte Schörghofer. "Die Sicherheit war anscheinend nicht gewährleistet. Es ist aber eine Genugtuung, dass ich vorne dabei bin. Das ist das Positive", sagte Hirscher. "Die Form stimmt", merkte auch Baumann an. Raich war sicher einer der Profiteure der Absage, erklärte aber: "Ich möchte immer Rennen fahren. Und ich wollte im Zweiten zeigen, dass ich es kann."

Die ÖSV-Herren werden nun aufgrund der riesigen angesagten Neuschneemengen den einen oder anderen Tag pausieren. Je nach Wetterlage werden dann Trainingsgebiete ausgesucht. Im ersten Lauf waren die Bedingungen noch halbwegs gleichmäßig. Doch in den Stunden danach rollte wie angekündigt die Schlechtwetterfront vom Westen heran, Nebel verschluckte Gletscher und Piste.

Mitte November geht es weiter
2006 war der Weltcup-Auftakt in Sölden witterungsbedingt gänzlich abgesagt worden. Gemäß Regulativ des Ski-Weltverbandes wird das Rennen nicht nachgetragen, Weltcup-Opening und Weltcup-Finale sind nicht verschiebbar. Der Weltcup geht am 13. und 14. November in Levi mit je einem Slalom für Damen und Herren weiter.

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