"Kärnten inoffiziell"

ÖVP und FPK streiten in Kärnten munter weiter

Kärnten
22.10.2010 10:00
Wegen des lieben Geldes hängt der Haussegen zwischen den blau-schwarzen Koalitionspartnern schief. Die ÖVP beklagt sich über Verteilaktionen der FPK und deren demütigenden Polit-Stil. Die FPK legte noch ein Schäuferl nach und berief den von der ÖVP vor dem Budgetkonvent am Donnerstag geforderten Koalitionsausschuss erst für Freitag ein.

Daraufhin pfiffen die Schwarzen auf die Budgetsitzung. Nachdem die SPÖ überhaupt nicht eingeladen wurde, hielten die vier freiheitlichen Regierungsmitglieder ihren Konvent alleine ab. Die Finanzen des Landes seien wichtiger als die Befindlichkeit der ÖVP, ließ Säckelwart Harald Dobernig (rechtes Bild) ausrichten.

SP-Geschäftsführer Hans Peter Schlagholz sah hoffnungsvoll die ÖVP das "sinkende Koalitions-Piraten-Schiff" verlassen. Denkste, wie sein ÖVP-Kollege Achill Rumpold (links) sofort richtigstellte: "Die ÖVP wird auf jeden Fall das Ziel der Koalition, den Landeshaushalt zu sanieren, nicht über Bord werfen." Die BZÖ/SPÖ-Koalition der vergangenen Jahre habe das Geld mit beiden Händen ausgegeben und sei reformresistent gewesen, meint Rumpold. Warum er glaubt, dass die Wandlung von orange zu blau die FPK in dieser Beziehung reformfreudiger gemacht habe, lässt er nicht wissen.

Auszug aus "Kärnten inoffiziell" von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"

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