Hitzeinseln aufzeigen

25.000 Euro sind für Klimastudie wohl zu viel Geld

Seit vergangenem Jahr kämpfen die Grünen im Steyrer Umweltausschuss um eine Klimastudie. Dabei werden Flächen von 15 mal 15 Meter errechnet, die Daten sollen in Sachen Klimaanpassungsstrategien zur Verfügung stehen. Doch man konnte sich noch nicht einigen. Der Knackpunkt: Kosten von 25.000 €.

Im heurigen Sommer lagen die Temperaturen bei der Messstation in Wachtberg bei Steyr jeweils über dem langjährigen Mittel: Im Juni gab’s ein Plus von 0,6, im Juli von 0,7 und im August von 1,3 Grad. „Wissenschaftliche Studien besagen, dass es bei einer zu erwartenden Erwärmung um 2 Grad in Ballungszentren einen Temperaturanstieg bis zu 10 Grad geben wird“, so Kurt Prack, Vorsitzender des Steyrer Umweltausschusses.

Andere Fraktionen lehnen ab
Deswegen setzten sich die Grünen für eine Klimastudie ein. Bereits im vergangenen Jahr präsentierte Alexander Podesser (ZAMG) im Umweltausschuss sein Computermodell, bei der Flächen von 15 mal 15 Meter errechnet werden. Durch die Studie soll eine genaue Prognose und Planung für Siedlungen oder Gewerbeflächen möglich gemacht werden. Damals hätte man 50.000 Euro in die Hand nehmen müssen, alle anderen Fraktionen lehnten allerdings ab.

Land führt selbst eine ähnliche Studie durch
Jetzt kommt erneut Bewegung in die Geschichte. Das Land macht für den Zentralraum eine ähnliche Studie, Auflösung allerdings „nur“ 100 mal 100 Meter. Man ermutigte die Stadt Steyr zusätzlich zur Durchführung der hochauflösenden Studie der ZAMG. Man würde auch die Hälfte der Kosten übernehmen, 25.000 Euro blieben für die Stadt über. Im vergangenen Umweltausschuss wurde die Mitfinanzierung beraten, bis auf die Grünen hielt sich die Zustimmung aber in Grenzen.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Samstag, 19. Juni 2021
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