Forscher an der University of North Carolina haben für ihre Erkenntnisse mehr als 200 Studenten beobachtet. Die Gruppe der Studenten bestand aus Geschwisterpaaren, bei denen ein Elternteil alkoholabhängig war. Die Versuchsteilnehmer selbst waren jedoch nicht alkoholkrank.
Studienteilnehmer mussten Alkohol trinken
Nachdem alle Probanden drei Gläser mit einer Mischung aus Kornbrand und Limonade getrunken hatten, wurde jeder befragt, ob er sich betrunken oder schläfrig fühle. Dadurch konnten die Wissenschaftler die Studenten in alkoholempfindliche und solche, bei denen die hochprozentigen Getränke nur geringe Wirkung zeigen, unterteilen. Im Anschluss wurde das Erbgut aller Probanden untersucht.
Genanalysen brachten Antworten
Und siehe da: Auf diese Weise entdeckten die Forscher ein Gen namens "CYP2E1". Dieses Gen trägt den Bauplan für einen Eiweißstoff, der Alkohol abbauen kann. Der größte Teil des konsumierten Alkohols wird in der Leber abgebaut. Das Gen wirkt allerdings nicht nur in der Leber, sondern auch im Gehirn. Und dort bildet das Gen sogenannte "freie Radikale". Das sind chemische Verbindungen, die die Strukturen des Gehirns angreifen und beschädigen können. Diese Schäden könnten möglicherweise das Rauschgefühl nach dem Genuss von Alkohol hervorrufen.
Weitere Studien notwendig
Unklar sei aber noch, ob diese freien Radikale wirklich für die erhöhte Sensibilität gegenüber Alkohol stehen, dafür benötige es weiterführende Studien, so die Forscher.











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