Kriminalstatistik

Deutliches Minus an Anzeigen in Wien - Polizei erfreut

Wien
07.10.2010 14:29
Nach einem eher schlechten vergangenen Jahr hat die Wiener Polizei 2010 - vorläufig - wieder einmal Grund zur Freude. In den ersten drei Quartalen sind die Anzeigen der Exekutive an die Staatsanwaltschaft mit 154.935 um 10,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr gesunken. Bei der Aufklärungsrate steht mit 30,3 Prozent seit Jahren wieder "an erster Stelle ein Dreier", betonten Landespolizeikommandant Karl Mahrer und Christoph Hetzmannseder, Leiter der kriminalpolizeilichen Abteilung in Wien, am Donnerstag.

Das Minus an Anzeigen durchzog in den ersten drei Quartalen viele Deliktsfelder. Vergangenes Jahr wurden von Anfang Jänner bis Ende September 18 Morde von der Wiener Polizei angezeigt, heuer waren es 16 - sämtliche Bluttaten von 2010 wurden auch geklärt. Die Zahl der Raube ist insgesamt von 2.151 auf 2.080 gesunken (minus 3,3 Prozent).

Trafikraube um 65,4 Prozent zurückgegangen
Diese Abnahme schlug sich auch in den Untergruppen durch: Mit 31 Banken wurden um vier weniger überfallen als im vergangenen Jahr. Tankstellen wurden um 29,9 Prozent weniger ausgeraubt, bei Trafiken ist ein sattes Minus von 65,4 Prozent (28 statt 81 Anzeigen) zu verzeichnen. Auch bei Wettbüros (minus 23,1 Prozent) und Taxifahrern (minus 59 Prozent) ist die Statistik erfreulich.

Die Zahl der Einbrüche ist ebenfalls zurückgegangen. Bei jener in Wohnungen verzeichnete die Polizei eine deutliche Abnahme von 20,8 Prozent (5.741 Anzeigen), bei jener in Wohnhäuser ein Minus von 35,4 Prozent (1.131 Anzeigen). Die weiteren Zahlen: Geschäftseinbrüche minus 27,7 Prozent (2.738 Anzeigen), KFZ-Einbrüche minus 23,9 Prozent (8.992 Anzeigen), Autodiebstahl minus 37,7 Prozent (1.318 Anzeigen) und Taschen- sowie Trickdiebstahl minus 17,0 Prozent (6.406 Anzeigen).

Mahrer sieht Wirksamkeit von Vier-Säulen-Strategie
Mahrer führte das Ergebnis auf eine Vier-Säulen-Strategie der Polizei zurück. So sei die Streifentätigkeit besonders bei Hot-Spots verstärkt, deutlich mehr gegen Intensivtäter ermittelt, Tatortarbeit und Spurensicherung forciert sowie vermehrt auf Prävention gesetzt worden. Die Strategie will die Exekutive auch weiter fortsetzen. "Wir lassen nicht locker", meinte Mahrer.

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