29.09.2020 12:17 |

Unbemannte Mission

Emirate wollen 2024 Rover zum Mond schicken

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen 2024 ein unbemanntes Raumschiff zum Mond schicken. Das hat der emiratische Vizepräsident und Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, am Dienstag via Twitter mitgeteilt. Bei einem Erfolg wären die VAE nach Russland, den USA und China das vierte Land dem eine Mondlandung gelingt.

Das Raumfahrzeug „wird zu hundert Prozent auf unserem Boden und mit den Händen emiratischer Ingenieure gebaut“, schrieb Scheich Mohammed auf Twitter. Es solle den Namen „Raschid“ bekommen - nach seinem 1990 verstorbenem Vater, Scheich Raschid bin Said Al Maktoum. Dieser war mehr als 30 Jahre lang bis zu seinem Tod im Jahr 1990 Emir von Dubai. Während seiner Herrschaft hatte er das Emirat mit Einnahmen aus dem Ölgeschäft in einen modernen Wirtschaftsstandort verwandelt.

Der Rover„Raschid“ solle auf einem Teil der Mondoberfläche landen, der bei bisherigen Missionen zum Erdtrabanten nicht erforscht wurde, hieß es in dem Statement. Bei der Mission wollen die Emirate Daten und Bilder bisher unerforschter Gegenden auf dem Erdtrabanten sammeln. Diese sollen Forschungszentren im In- und Ausland zur Verfügung gestellt werden, hieß es.

VAE-Raumsonde auf dem Weg zum Mars
Erst im Juli hatten die Emirate als erste arabische Nation erfolgreich eine Raumsonde in Richtung Mars geschickt. Im Februar soll die Sonde „Hope“ (Bild unten) nach sieben Monaten ihre Umlaufbahn um den Roten Planeten erreichen. Ziel der Mission ist es, das erste vollständige Bild des Mars-Klimas über ein komplettes Mars-Jahr zu erfassen. Die Forscher wollen mit den Ergebnissen auch der Frage nachgehen, wieso das Wasser auf dem Roten Planeten verschwunden ist.

Die schwerreichen Emirate wollen in der Zukunft unabhängiger vom Erdöl werden und bauen ihr Weltraumprogramm stark aus. Im Herbst vergangenen Jahres schickten die Emirate ihren ersten Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS.

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