In Taiskirchen

Baustopp von 110-kV-Leitung nach Fund von Deponie

Riesengenugtuung für die Gegner der 110-kV-Leitung von Ried nach Raab. Der Bau wurde abrupt gestoppt. Womöglich muss das Projekt neu geplant werden. Bei Grabungen für den Masten Nummer 33 in Taiskirchen trat völlig überraschend eine Mülldeponie zu Tage. Die Netz Oberösterreich erstattete Anzeige.

Seit vier Tagen stehen die Bagger in Taiskirchen still. Wie es mit dem Bau der Starkstromleitung von Ried nach Raab weitergehen wird, entscheidet die Umweltrechtsabteilung des Landes. „Wir haben die Arbeiten eingestellt und Anzeige erstattet, weil wir bei Baggerungen für einen Masten eine Mülldeponie gefunden haben, von der wir nichts gewusst haben“, heißt es aus der Zentrale der Netz Oberösterreich.

Bürgermeister überrascht
Der Taiskirchner VP-Bürgermeister Johann Weirathmüller ist überrascht: „Die Netz Oberösterreich hat davon gewusst. Die Deponie wurde in den 70er-Jahren zugeschüttet. Sie ist eine Verdachtsfläche. Die Bescheide und Unterlagen haben wir jetzt auch den Behörden übermittelt. Es handelt sich ganz sicher nicht um eine illegale Deponie!“ Im Grundbuch scheint laut dem Ortschef die Grube nicht auf. Der Besitzer musste für den Bau der 110-kV-Leitung enteignet werden. Warum die Trasse dennoch genau über der Müllhalde geplant wurde, ist für Weirathmüller rätselhaft.

Selbst wenn es keine Bedenken bei den Umweltfragen geben sollte, könnte der Fund eine Neuplanung des Projekts notwendig machen. Unklar ist, ob auf einer Mülldeponie ein Bauwerk mit Tiefenbohrungen erlaubt ist. Ein Grund sind statische Risiken.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Dienstag, 20. Oktober 2020
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