Entscheidung steht aus

Botschafts-Umzug: „Haben nichts unterschrieben“

Ausland
09.09.2020 17:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Serbien hat über die Verlegung seiner Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem noch nicht endgültig entschieden. Eine Beraterin von Präsident Aleksandar Vucic, Suzana Vasiljevic, widersprach einer entsprechenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump: „Wir haben noch nichts akzeptiert und nichts unterschrieben.“

Trump hatte am Freitag bei einem Treffen mit Vucic und dem kosovarischen Ministerpräsidenten Avdullah Hoti im Weißen Haus behauptet, Serbien werde seine Botschaft nach dem Vorbild der USA nach Jerusalem verlegen.

„Keine endgültige Entscheidung"
„Es handelt sich noch um keine endgültige Entscheidung“, so Vasiljevic nun zum regierungsnahen TV-Sender Prva. „Wir haben noch nichts akzeptiert und nichts unterschrieben.“ Die Frage des Umzugs habe nicht in dem Dokument gestanden, das Vucic in Anwesenheit Trumps unterzeichnet hatte. Diesbezügliche Schritte hingen auch von Israels Handlungen ab.

Das Kosovo gehörte früher zu Serbien und wird heute fast ausschließlich von Albanern bewohnt. Israel fürchtet, mit einer Anerkennung einen Präzedenzfall für die Anerkennung eines Staates Palästina auf dem Gebiet des besetzten Westjordanlands zu schaffen. Serbien verweigert dem Kosovo die Anerkennung, seit sich die einstige Südprovinz 2008 für unabhängig erklärt hatte.

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