05.09.2020 13:13 |

„Prozessfehler“

„El Chapo“ beruft gegen lebenslange Haft in USA

Der in den USA inhaftierte mexikanische Drogenboss Joaquin „El Chapo“ Guzman hat Berufung gegen seine lebenslange Haftstrafe eingelegt. „Chapo Guzmans Strafverfolgung wurde durch ungezügelte Exzesse und Übertreibungen sowohl der Regierung als auch der Justiz beeinträchtigt“, schrieb Guzmans Anwalt Marc Fernich in dem am Freitag eingereichten Berufungsantrag.

„Wir sind sehr optimistisch, dass sich daraus etwas Positives ergeben wird“, sagte Guzmans Anwältin Mariel Colon Miro. Sie hoffe, dass das Urteil gegen den Ex-Chef des mächtigen mexikanischen Sinaloa-Kartells aufgehoben werde, da es Prozessfehler gegeben habe.

Miro zufolge sagte einer der Geschworenen dem Sender Vice News, dass er und andere während des Prozesses über Medien und Online-Netzwerke Informationen zu dem Fall gefunden hätten - was jedoch verboten sei. Außerdem habe Guzman wegen der vollständigen Isolationshaft nicht an seiner Verteidigung mitarbeiten können.

Lebenslange Haft
Guzman befindet sich in einem US-Hochsicherheitsgefängnis in der Bergwüste Colorados. Die mexikanischen Behörden hatten den früheren Drogenboss 2017 an die USA ausgeliefert, wo er im Juli 2019 wegen Drogenhandels, Geldwäsche und anderer Vergehen zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Außerdem forderte das Gericht „El Chapo“ auf, eine Summe von 12,6 Milliarden Dollar (etwa 11,2 Mrd. Euro) zu zahlen. Dies sei eine „konservative Schätzung“ der Summe, die Guzman aus der Drogenkriminalität eingenommen habe, hatte die Staatsanwaltschaft zuvor mitgeteilt.

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