Mehrere Bisswunden

Hund fiel über Mädchen her: “Der Schock ist groß”

Kärnten
27.09.2010 14:13
Das zehnjährige Mädchen, das am Sonntag in Klagenfurt von einem knapp 60 Kilogramm schweren Hund angefallen worden ist, befindet sich auf dem Weg der Besserung. "Narben werden dem Mädchen aber bleiben", so Primarius Günther Fasching. Auch seelische Verletzungen werden wohl nicht ausbleiben.

Die Zehnjährige hatte Bisse in den linken Unterschenkel und die beiden Arme erlitten, auch im Gesicht wurde sie leicht verletzt. Das Mädchen wird zur Beobachtung noch drei bis fünf Tage im Krankenhaus behalten.

Wie Bärenattacke auf Erwachsenen
"Der Schock ist groß", sagte Fasching. Wenn ein Kind von einem 60 Kilogramm schweren Hund attackiert werde, sei das von den Größenverhältnissen her durchaus mit einer Bärenattacke auf einen erwachsenen Menschen vergleichbar, meinte Fasching.

Wird Hund nicht eingeschläfert?
Was mit dem fünfjährigen Landseer nun passiert, war am Montag noch unklar. Die Besitzerin des Hundes hatte angekündigt, das Tier einschläfern zu lassen. Die neu installierte Tierschutz-Ombudsfrau des Landes Kärnten, Ingrid Fischinger, sprach sich aber dagegen aus. Eine solche Maßnahme als Reaktion sei überzogen. Zudem habe sie einen erfahrenen Hundehalter gefunden, der das Tier übernehmen würde.

Die Hundeattacke hatte sich am Sonntagvormittag in Klagenfurt ereignet. Die zehnjährige Andrea, die bisher keine Angst vor Hunden hatte, war auf dem Kinderfest von Don Bosco im Stadtteil St. Ruprecht. "Dann wollte meine Schulfreundin zu Hause Geld holen, um sich was zu kaufen. Das ist in der Nähe, und ich ging mit", erzählt Andrea im Krankenbett.

"Ein riesiger Hund rannte auf mich zu"
Daheim angekommen, öffnete die Mitschülerin das Schiebetor: "Ich blieb draußen stehen. Aber gerade als sie reinging, rannte ein riesiger Hund auf mich zu und hat angefangen, mich zu beißen." Zum Glück stand die Mutter von Lena am Fenster und sah in den Hof. "Die Lena hat nach ihrer Mutter gerufen und die hat dann den Hund angeschrien", weiß Andrea noch. "Gott sei Dank war die Frau zu Hause."

Andreas Mutter Mira ist entsetzt. Es hätte ja schlimmer ausgehen können. Primarius Günter Fasching kann beruhigen: "Die Verletzungen an Unterschenkel, Armen und im Gesicht sind zum Glück leicht." Für Andrea ist es schon der zweite Krankenhausaufenthalt. "Sie ist einmal von einem Laster angefahren worden", weiß ihre größere Schwester.

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