"Krone": Warum vorläufig nur die sieben Spiele bis zur Pause?
Stephan Marasek: Weil ich nicht weiß, wie wir harmonieren werden. Und außerdem bin ich seit eineinhalb Jahren bei der UNIQA, habe im Frühjahr eine große Prüfung – da ist viel zu lernen, und ich bin keine 20 mehr (40, Anm.). Ich muss schauen, wie ich das alles unter einen Hut bringe. Halbe Sachen mag ich nicht so gerne.
"Krone": Deshalb warst du am Dienstag in Seekirchen, hast dir ein Bild vom nächsten Gegner gemacht.
Marasek: Das gehört dazu. Das wird ein ganz wichtiges Spiel. Drei Punkte müssen her, fertig. Ein Sieg könnte die Kehrtwende einleiten.
"Krone": Sportboss Peter Schober hofft, dass du den Spielern die Wadel vorrichtest. Bist du als Trainer ein harter Hund?
Marasek: Eigentlich nicht, aber Disziplin muss schon sein. Das Wichtigste für mich ist, dass die Spieler wieder Spaß bekommen. Man darf nicht vergessen, dass das alles Amateure sind. Ich kenne die Burschen gut, weiß, was sie können. Sie sind derzeit nur verunsichert.
"Krone": Du bist mit Oberperfuss abgestiegen – ein schlechtes Omen?
Marsasek: Alle haben geglaubt, ich sei ein Wunderwuzzi. Aber Spieler und Trainer sind zwei Paar Schuhe. Ich habe den Fehler gemacht, zu hohe Ansprüche zu stellen. Aber das haben wir im Winter korrigiert, und ein gutes Frühjahr gespielt. Es war eine lehrreiche Erfahrung.
Interview: Alex Tramposch
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