14.08.2020 15:42 |

32 km abgetrieben

Irinnen klammerten sich 15 Stunden an Boje fest

15 Stunden lang hatten zwei 17 und 23 Jahre alte Irinnen, die am Mittwoch zu einer Stand-up-Paddeltour aufgebrochen waren, sich an einer Hummerreusen-Boje festgeklammert, bevor sie gerettet werden konnten. Die Cousinen mussten eine ganze Nacht hindurch bei heftigem Regen und starkem Wind ausharren. Ein Fischer und sein Sohn befreiten die erschöpften Frauen schließlich aus ihrer misslichen Lage.

Am Mittwoch waren Sara und Ellen zu der Tour aufgebrochen - als sie am Abend noch nicht wieder zurück waren, wurden sie als vermisst gemeldet. Eine groß angelegte Suchaktion zur See und aus der Luft startete. Die ganze Nacht hindurch suchten zahlreiche Helfer nach den Cousinen - zunächst ohne Erfolg. Dies allerdings lag vor allem daran, dass die beiden durch den starken Wind mehr als 32 Kilometer abgetrieben worden waren, bis zur Boje, die sich etwa drei Kilometer südwestlich von Inis Oir im offenen Meer befindet.

„Sie waren schwach und erschöpft, wir konnten aber mit ihnen plaudern“
Erst Donnerstagfrüh entdeckte der Fischer Patrick Oliver, ehemaliges Mitglied der britischen Seenotrettungsorganisation Royal National Lifeboat Institution (RNLI), deren Ableger Galway RNLI die Rettungsmission leitete, die Frauen. Die Cousinen hätten mit ihren Paddeln gewunken, um auf sich aufmerksam zu machen, erzählte Oliver, der von seinem Sohn Morgan begleitet worden war, dem Sender RTE. „Sie waren natürlich schwach und erschöpft, aber sie konnten sitzen und wir konnten ein bisschen mit ihnen plaudern.“

Für die Retter und Helfer gab es viel Lob und Applaus, vorrangig in den sozialen Medien. Die Cousinen wurden auf eine Insel und von dort aus per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

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