Nach Explosion

Tirol schickt 100.000 Euro Soforthilfe nach Beirut

Tirol
08.08.2020 10:00
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Nach der verheerenden Explosion in Beirut wird langsam das Ausmaß der Katastrophe deutlich. Weit über 100 Menschen starben, etwa 4000 wurden verletzt und Zehntausende obdachlos. Inzwischen schicken bereits mehrere Länder Hilfe in den Libanon - darunter auch Tirol. 100.000 Euro Soforthilfe wurden zugesichert.

Die Bilder aus der libanesischen Hauptstadt Beirut haben uns tief erschüttert, ein solches Unglück ist kaum vorstellbar. Die internationale Hilfe muss nun rasch und gezielt anlaufen. Auch Tirol nimmt hier seine Verantwortung wahr. Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer", erklärten Landeshauptmann Günther Platter und seine Stellvertreterin Ingrid Felipe.

Die Vereinten Nationen warnen nach der Explosion in Beirut vor einer humanitären Katastrophe. Bereits vor dem Unglück befand sich der Libanon aufgrund einer Wirtschafts- und Währungskrise in einer akuten Notlage und galt als politisch instabil.

Ein Land am Abgrund
Zudem leben im Land zwei Millionen Flüchtlinge aus Syrien und Palästina, die COVID-19-Pandemie kam erschwerend hinzu. Nachdem am Dienstag eine gewaltige Explosion den Hafen völlig zerstörte, weit über 100 Todesopfer forderte und tausende Menschen obdachlos machte, steht das Land am Abgrund.

Tirol will deshalb einen Beitrag leisten. „Die Soforthilfe wird anerkannten Hilfsorganisationen für Erstversorgung, medizinische Ausrüstung und Lebensmittelversorgung zur Verfügung gestellt“, informiert das Land Tirol. 

Rasche Hilfe zugesichert
„Es ist gute Tiroler Tradition, Menschen in Not auch dann zu helfen, wenn wir uns selbst in wirtschaftlich unruhigen Zeiten befinden. Wir wissen aus eigener Erfahrung im Zusammenhang mit Katastrophen, wie wichtig rasche und unbürokratische Hilfe ist, um die Betroffenen mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Tirol wird hier nicht wegschauen“, erklärten Platter und Felipe. Auch die EU-Kommission hat eine erste Notversorgung in Höhe von 33 Millionen Euro zugesichert.

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