Aufräumarbeiten laufen

Die Flutschutz-Wände hielten Wassermassen stand

Tief durchatmen dürfen zahlreiche Oberösterreicher und die unzähligen Freiwilligen quer durchs Land. Die Hochwasservorkehrungen hielten überall stand, die Pegelstände sind wieder im Sinken. Die schlimmsten Prognosen haben sich zum Glück nicht bewahrheitet, und in den nächsten Tagen ist der Regen kein Thema.

„Bei uns ist zum Glück alles entspannt. Die Prognosen haben sich nicht bewahrheitet“, ist Greins Bürgermeister Rainer Barth glücklich. Am Dienstagnachmittag wurden noch die letzten Vorkehrungen getroffen, die mobilen Schutzwände mit einer Höhe von 15 Metern aufgebaut. „Es war eine Sicherheitsmaßnahme, aber sicher nicht umsonst. Der Aufbau dient jetzt eben als Übung“, so Barth.

„In den nächsten Tagen ist Regen kein Thema“
Vor allem der Westen und der Südwesten Oberösterreichs wurden in den vergangenen Tagen von beachtlichen Wassermassen heimgesucht. Die Florianijünger standen teilweise im Dauereinsatz. „In den nächsten Tagen ist weiterer Regen kein Thema. Vielmehr wird es am Freitag wieder sommerlich warm mit bis zu 30 Grad“, prognostiziert Meteorologe Christian Ortner von der ZAMG.

Schärdinger sind erleichter
Diese Vorschau lässt auch die Schärdinger jubeln. In der Nacht auf Mittwoch erreichte der Inn zu Spitzenzeiten einen Pegel von 729 Zentimetern. Erinnerungen an das Hochwasser 2013 wurden wach, doch die Schutzmaßnahmen hielten. „Die Erleichterung in der Früh war riesig“, freut sich Anrainer Friedrich Wagner – siehe Interview. Mittlerweile wurde schon überall mit dem Abbau der mobilen Schutzwände begonnen.

„Blieben heuer das erste Mal trocken“
In der Altstadt von Schärding direkt neben der Innlände besitzt Friedrich Wagner gemeinsam mit seiner Frau Maria Ferienwohnungen.

„Krone“:Wie haben Sie die vergangenen Tage miterlebt?

Friedrich Wagner: Ich habe vor dem Schlafengehen noch einmal geschaut, wie hoch der Inn ist. Bin dann ins Bett, in der Früh war die Erleichterung groß, als alles passte.

„Krone“:Sie mussten schon öfter unter Hochwasser leiden?

Wagner: Wir sind seit über 40 Jahren hier. Die Keller waren schon mindestens sieben Mal geflutet. 2013 standen wir im Erdgeschoß sogar bis zur Brust im Wasser. Da war danach alles kaputt. Heuer sind wir zum Glück das erste Mal trocken geblieben.

„Krone“:Auch dank der Hochwasserschutzverbauung.

Wagner: Die hat diesmal ihre Bewährungsprobe bestanden und uns gerettet. Die ganze Altstadt ist bis zu 920 Zentimeter geschützt. PZ

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Dienstag, 22. September 2020
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