05.08.2020 16:08 |

Produktfeuerwerk

Samsung zeigt neues Falt-Handy und Galaxy Note 20

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat am Mittwoch bei einem Streaming-Event die nächste Ausgabe seines Stift-Smartphones Galaxy Note sowie die zweite Generation des faltbaren Galaxy Fold enthüllt. Das Galaxy Note 20 kommt noch im August in zwei Varianten auf den Markt, auf das Galaxy Z Fold 2 wird man wohl noch etwas länger warten müssen …

Zu seinem neuen Falt-Smartphone hat Samsung bei seinem Streaming-Event am Mittwoch nur wenig verraten. Größte Neuerung gegenüber dem Vorgänger: Das Display an der Geräteaußenseite wurde mit einer Diagonale von 6,2 Zoll deutlich vergrößert und von seinen dicken Rändern befreit. Und das flexible Hauptdisplay an der Innenseite hat man auf 7,6 Zoll vergrößert.

Die Software will man durch Partnerschaften mit Google und Microsoft besser an die Möglichkeiten faltbarer Bildschirme angepasst haben, 5G-Mobilfunk soll es auch geben. Mehr Infos zum Galaxy Z Fold will Samsung erst bei der Markteinführung bekannt geben. Auch den Preis blieb man zunächst schuldig. Bedenkt man, dass der Vorgänger bei Markteinführung mehr als 2000 Euro kostete, dürfte Samsungs neues Falt-Smartphone aber jedenfalls ausgesprochen teuer werden.

Galaxy Note 20 kommt noch im August
Deutlich auskunftsfreudiger als beim Galaxy Z Fold 2 gab sich Samsung bei seiner anderen großen Neuankündigung, dem Galaxy Note 20. Das Gerät kommt, wie bei Samsung mittlerweile üblich, in mehreren Versionen auf den Markt - einer regulären und einer „Ultra“-Variante. Erstere gibt es wahlweise mit LTE oder 5G, bei der zweiten ist jedenfalls 5G-Mobilfunk an Bord.

Beide Geräte kommen bereits am 21. August in den Handel - zu für Normalverbraucher unvernünftig hohen Preisen von 950 Euro für das Note 20 (5G-Version: 1050 Euro) und mindestens 1300 Euro für das Ultra-Modell.

Unterschiede bei Display, Akku, Speicher, Kamera
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Standard- und Ultra-Modell: Letzteres hat ein größeres OLED-Display - 6,9 statt 6,7 Zoll - mit höherer Bildrate (bis zu 120 statt 60 Hertz) und Auflösung (WQHD+ statt Full-HD+), eine 108- statt 12-Megapixel-Hauptkamera, zwölf statt acht Gigabyte LPDDR5-Speicher, einen microSD-Speicherkartenslot und einen etwas größeren Akku (4500 statt 4200 mAh, bei beiden Modellen mit 25-Watt-Schnellladefunktion).

Beim Prozessor setzen beide Modelle auf Samsungs hauseigenen Exynos-990-Chip, außerdem gibt es bei beiden einen Fingerscanner im Display, neuestes .ax-WLAN und ein wasserfestes (IP68) und mit Stereo-Lautsprechern ausgestattetes Gehäuse. Das Note 20 gibt es nur mit 256, das Ultra-Modell optional auch mit 512 Gigabyte Flash-Speicher.

Ultra-Modell mit 108-Megapixel-Hauptkamera
Das Kamera-Setup, das Samsung seiner neuen Note-Reihe spendiert, erinnert an jenes des Galaxy S20, das im Frühling präsentiert wurde. Das Ultra-Modell bietet eine 108-Megapixel-Hauptkamera mit F/1.8-Blende, eine 12-Megapixel-Teleoptik (F/3.0) mit laut Hersteller fünffacher optischer Vergrößerung sowie eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Beim Standardmodell liefert die Hauptkamera „nur“ 12 Megapixel (F/1.8), die Zoomlinse ist mit 64 Megapixeln (F/2.0) auflösungsstärker. Die 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera entspricht jener des Ultra-Modells.

8K-Videofunktion, neue Notiz-Features
Beide Geräte sollen Videos bis in 8K-Auflösung (bei 24 Frames pro Sekunde) aufnehmen können, wobei wohl kaum jemand ein Abspielgerät für so scharfe Clips zu Hause hat. Die Audioqualität beim Filmen will man optimiert haben. So können Nutzer nun kontrollieren, welches Mikrofon für die Aufnahme herangezogen wird, und etwa bei der Verwendung der hauseigenen Galaxy Buds als Mikrofon auch von dessen Fähigkeiten zur Geräuschunterdrückung profitieren. Mangels Klinkenstecker eine dankbare Möglichkeit für Handyfilmer, klaren Sound aufzunehmen.

Wie üblich bieten Samsungs neue Note-Modelle einen im Gerät versenkbaren Eingabestift, auf den man auch bei der Software Rücksicht nimmt. So will Samsung seine Notiz-App aufgewertet und nebst der Unterstützung neuer Gesten unter anderem um PDF- und Powerpoint-Importfunktionen erweitert haben, außerdem gibt es eine OCR-Funktion, um handschriftliche Texte zur weiteren Verwendung zu digitalisieren. Ebenfalls neu ist eine automatische Cloud-Synchronisierungsfunktion für Notizen, die neuerdings zusätzlich mit Audioaufnahmen ergänzt werden können. Die Audio-Lesezeichenfunktion setzt hierbei Zeitstempel, sodass diese schnell wiedergefunden werden können.

Neues Tablet und Zubehör präsentiert
Neben seinen großen Smartphone-Neuheiten hat Samsung bei seinem Streaming-Event noch ein neues Tablet sowie Zubehör für seine Galaxy-Geräte präsentiert. Bei der Tablet-Neuheit handelt es sich um das in einer Basis- und einer Plus-Version angekündigte Galaxy Tab S7 mit elf Zoll Diagonale in der Basis- und 12,4 Zoll in der Plus-Version. Samsung bewirbt das Gerät mit 120-Hertz-Display insbesondere als Gaming-Gerät, dank Stiftbedienung und optionalem Tastatur-Cover soll es aber auch bei produktiven Tätigkeiten hilfreich sein.

Mit den Galaxy Buds Live mit 12-Millimeter-Treibern hat Samsung darüber hinaus einen besonders kompakten neuen komplett kabellosen In-Ear-Ohrhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung vorgestellt, mit der Galaxy Watch3 hat man eine neue Auflage der hauseigenen Smartwatch präsentiert, die nun unter anderem neben EKG die Sauerstoffsättigung im Blut messen sowie über eine Sturzerkennung verfügen soll.

Das Galaxy Tab S7 kommt am 21. August in den Handel und kostet zwischen 700 (Basismodell ohne Mobilfunk) und 1100 (Plus-Modell mit 5G) Euro. Die neue Smartwatch kommt bereits Ende der Woche und ist ab 430 Euro zu haben. Die kabellosen In-Ears erscheinen am 21. August für 190 Euro.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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