01.08.2020 06:10 |

Nach Bluttat in NÖ

Tschetschenen-Boss im Visier der USA

Nach dem Mord an Regimegegner Martin B. in Gerasdorf bei Wien wurde nun auch die U-Haft gegen den angeblichen Leibwächter des Opfers verlängert. Parallel setzten die USA Tschetscheniens Präsidenten Kadyrow wie auch dessen Frau und Töchter auf die schwarze Liste - wegen schwerer Verstöße gegen die Menschenrechte. Dessen Reaktion auf die Sanktionen: Hohn und Drohungen …

„Pompeo, wir nehmen den Kampf an“, so die Reaktion des Tschetschenen-Präsidenten auf das US-Einreiseverbot gegen ihn und seine Familie im Internet. Bildlich untermalt mit Foto von sich in der Waffenkammer und Kalaschnikows in den Händen. Offenbar freut es den Diktator, es auf die „schwarze Liste“ Amerikas geschafft zu haben: „Wir können stolz sein. Sie bringen uns auf Weltebene. In globalen Fragen ist unser Name wichtig.“

HInrichtungen wie vor Wochen in Gerasdorf
Das ist er auch tatsächlich - jedoch wegen schwerer Verstöße gegen Menschenrechte, wie US-Außenminister Mike Pompeo verkündete. „Wir wollen Staaten ermutigen, ähnliche Maßnahmen zu verhängen. Wir verfügen über ausführliche, glaubwürdige Infos, dass Kadyrow seit über einem Jahrzehnt Verbrechen wie Folter und außergerichtliche Hinrichtungen begangen bzw. beauftragt hat!“ Hinrichtungen wie möglicherweise vor Wochen in Gerasdorf bei Wien (NÖ).

Verdächtiger glaubt an einen Auftragsmord
Während der mutmaßliche Todesschütze Sar-Ali A. nach wie vor schweigt, vermutet auch der Zweitverdächtige Ahmed A., der angebliche „Leibwächter“ des Opfers, einen Auftragsmord aus Tschetschenien. Dennoch wurde seine Untersuchungshaft nun verlängert. Grund: Ermittler glauben, dass er den flüchtenden Attentäter erschießen wollte. Wie berichtet, hatte dessen Pistole allerdings eine Ladehemmung ...

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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