Als der Jäger seine Beute näher betrachtete, merkte er, dass er gar kein Wildschwein erlegt hatte, es sah nur so aus. Lediglich die Klauen waren rosa; der Jäger erstattete Selbstanzeige.
"Nachtaktiv, aggressiv und fressgierig"
Das bestätigt Wolfgang Oswald von der Jägerschaft: "Wenn Hausschweine auswildern, dann nehmen sie sogar das Aussehen ihrer wilden Verwandten an. Ihre Schwarte wird mit der Zeit ebenso dunkel. Und sie werden nachtaktiv, aggressiv und fressgierig."
Maisfeld kahl gefressen
Vier Schweine, darunter zwei Einkreuzungen, hätten in einer Nacht ein Hektar großes Maisfeld kahl gefressen. Oswald: "Seit drei Jahren bekommen wir immer wieder solche und ähnliche Meldungen."
Abschuss streng verboten
Ein Abschuss der verwilderten Schweine sei aber streng verboten. "Nur, wenn man nachweisen kann, dass sie Schaden angerichtet haben, dürfen sie mit einer Sondererlaubnis erlegt werden. Man kann auch einen Tierarzt rufen, der sie betäubt. Ich nehme aber an, dass die Tiere dann sowieso geschlachtet werden", meint Wolfgang Oswald.
von Serina Babka, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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