28.07.2020 09:34 |

Zwei Songs verwendet

Neil Young erwägt Klage gegen US-Präsident Trump

Weil US-Präsident Donald Trump bei einer Ansprache am Mount Rushmore zwei seiner Songs verwendet hat, überlegt der kanadische Rockstar Neil Young nun doch, rechtliche Schritte einzuleiten. „Stellt Euch vor, wie es sich anfühlt, ,Rockin‘ in the Free World‘ zu hören, nachdem dieser Präsident gesprochen hat, als wäre es sein Titelsong. Ich habe ihn nicht dafür geschrieben“, schrieb der 74-jährige Musiker auf seiner Website.

Trump hatte den Song und weitere („Like a Hurricane“) bei einem Auftritt zum Unabhängigkeitstag Anfang Juli gespielt. Das fand der Musiker damals zwar „NOT ok“ - von einer Klage sah Young jedoch vorerst ab, damit sich der Präsident auf den Kampf gegen das Coronavirus konzentrieren konnte, wie er es in einem Brief an Trump formulierte.

„Bin dabei, meine Meinung zu ändern“
Nach dem umstrittenen Einsatz von Bundespolizisten gegen Demonstranten schrieb Young nun: „Ich bin dabei, meine Meinung darüber zu ändern, den Präsidenten zu verklagen“, so Young, der in Kalifornien lebt, auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt und ein überzeugter Demokrat ist. Schon 2016 hatte er sich beschwert, als Trump im Wahlkampf seine Songs verwendete.

Neil Young ist nicht der einzige Musiker, der Probleme damit hat, dass Trump seine Songs für Wahlkampfauftritte nutzt. So hatten etwa die Rolling Stones, Elton John, Ozzy Osbourne, Sängerin Adele und zuletzt im Juni die Familie des 2017 gestorbenen Sängers Tom Petty den US-Präsidenten dafür kritisiert.

Urheberrechts-Beschwerde von Linkin Park
Erst vor Kurzem - krone.at berichtete - hat sich die US-Band Linkin Park erfolgreich dagegen gewehrt, dass Präsident Trump ihren Hit „In the End“ in einem Twitter-Video verwendet. Der Kurznachrichtendienst deaktivierte den Clip nach einer Urheberrechts-Beschwerde.

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