25.07.2020 15:18 |

Bitcoin-Betrug

Apple-Mitgründer Wozniak klagt YouTube und Google

Apple-Mitgründer Steve Wozniak hat Klage gegen das Videoportal YouTube und dessen Mutterkonzern Google eingereicht. Zusammen mit 17 weiteren Betroffenen wirft er den Unternehmen in einer beim obersten Gericht von Kalifornien eingereichten Klage vor, über Monate hinweg nichts dagegen unternommen zu haben, dass Unbekannte in Videos auf YouTube im Namen der Betroffenen für einen Bitcoin-Betrug warben.

Der Klageschrift zufolge sollen die Täter Bilder und Videos von Wozniak verwendet haben, um YouTube-Nutzer davon zu überzeugen, „dass er für einen begrenzten Zeitraum jedem Nutzer, der seine Bitcoin einschickt, doppelt so viele zurückschickt.“ Tatsächlich jedoch hätten die Opfer nichts bekommen und seien nur um ihr in der Kryptowährung angelegtes Geld gebracht worden.

Ruf „irreparabel geschädigt“
Obwohl YouTube gewusst habe, dass es sich um einen Betrug handle, habe es sich geweigert, die Videos zu entfernen, wirft Wozniak dem Videoportal vor. Dadurch seien letztlich immer mehr der betrügerischen Videos auf YouTube erschienen und infolgedessen legitimiert worden. Sein Ruf sei dadurch „irreparabel geschädigt“ worden, so Wozniak.

Der Anwalt des Apple-Mitgründers fordert nun, dass YouTube die beanstandeten Videos löscht. Zusätzlich verlangt er für seinen Mandanten Schadenersatz. Dessen Höhe soll im Prozess festgelegt werden - ob dieser überhaupt stattfindet, liegt nun im Ermessen des Gerichts.

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