Nach Explosion
Dänemark fordert Polizei zu erhöhter Wachsamkeit auf
Dänischen Medienberichten zufolge könnte der Vorfall in Verbindung mit den umstrittenen Mohammed-Karikaturen in der Zeitung "Jyllands-Posten's" stehen. Am Freitag hatte ein Mann einen Sprengsatz in einem Hotel in der Hauptstadt zur Explosion gebracht. Wenige Stunden später wurde er mit Verletzungen im Gesicht und an einem Arm in einem Park festgenommen. Andere Menschen wurden bei der Explosion in einem Toilettenraum des Hotels nicht verletzt.
Verdächtiger hat möglicherweise Komplizen
In dem Gebäude stellten die Ermittler eine Pistole sicher. Der Polizei zufolge könnte der Vorfall mit der Vorbereitung einer Terror-Tat zu tun haben. Bei dem Festgenommenen handelt es sich den Angaben nach um einen etwa 40-jährigen, englischsprachigen Mann aus Europa oder Nordafrika. Es sei nicht auszuschließen, dass er Komplizen habe, erklärte Geheimdienst-Chef Jakob Scharf.
Straßenkarte mit Adresse von "Jyllands-Posten's" gefunden
Nach einem Bericht der Zeitung "Ekstrabladet" wurde bei seinen Sachen eine Straßenkarte der Stadt Arhus mit der Adresse der Zeitung "Jyllands-Posten's" gefunden, die vor fünf Jahren mit dem Abdruck von Mohammed-Karikaturen gewaltsame Proteste in zahlreichen islamischen Ländern ausgelöst hatte.
Erst im vergangenen Jahr wurde ein Anschlag auf das Verlagshaus vereitelt. Im Jänner entging der Zeichner der umstrittensten Karikatur, die den Propheten Mohammed mit einer Bombe im Turban darstellt, knapp dem Angriff eines Somaliers mit Verbindungen zur Terror-Organisation Al Kaida.
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