Austria Klagenfurt

Die violette Deutschland-Connection

Kärnten
23.07.2020 08:15

- Okan Aydin & Julian von Haacke: Das deutsche Duo bringt Power ins Mittelfeld der Austria Klagenfurt  
- Während „Oki“ die beste Saison seines Lebens spielt, ist „Jule“ die Entdeckung nach der Corona-Pause

In der Jugend kickten Okan Aydin und Julian von Haacke (beide 26) einst gegeneinander. Der eine bei Bayer Leverkusen, der andere für Werder Bremen. Heute bildet das Deutschland-Duo die treibende Kraft im Austria-Mittelfeld – und ist vor allem nach der Corona-Pause maßgeblich für den Sprung auf Platz eins beteiligt.

Elf Tore, zehn Assists stehen bei Okan zu Buche. Für den Regisseur der „Violetten“ ist klar: „Es ist die beste Saison meines Lebens. Zuletzt hab ich wohl in der A-Jugend so viel gebombt“, strahlt Aydin. Sein Erfolgsgeheimnis? „Hört sich einfach an – aber ich hab Spaß am Fußball. Und die Kärntner Luft tut mir gut – auch wenn der Dialekt oft sehr schwer zu verstehen ist.“

In Deutschland durchlief „Oki“ alle Nachwuchsteams. Mit der U…17 wurde er WM-Dritter und Vize-Europameister, Seite an Seite mit Dortmund-Star Emre Can („unsere Väter hören sich noch oft“). Als Deutsch-Türke durfte er auch für die türkische U…19 und U…20 ran. „Ich liebe beide Länder“, so der Messi-Fan, der für Leverkusen 2012 auf einen, in der Europa League auf zwei Kurz-Einsätze kam.

Hoffen auf „Zladdi“ 
Einen Profivertrag hatte auch Von Haacke 2014 bei Werder Bremen signiert, trainierte damals mit Junuzovic und Co. mit. „Auf den Zladdi würde ich mich bei einem Aufstieg freuen“, grinst „Jule“, der nach einem Kreuzbandriss 2016 in Hollands Top-Liga zu Nijemgen wechselte, 30 Mal auflief. „Gegen Ajax mit Kuyt, Ziyech, Frenkie De Jong zu spielen, war geil. Aber wir sind abgestiegen.“

Dass der Italien-Fan irgendwann in Österreich landen würde, hätte er sich nie gedacht. „So wie es nun läuft, bin ich echt happy. Ich hatte es in Klagenfurt anfangs schwer, kam nicht zum Zug, war somit wohl nicht der umgänglichste Typ“, gesteht der Sportmanagement-Student.

Das änderte sich nach der Corona-Pause, als er links im Mittelfeld zum Stammspieler avancierte: Vier Assists, ein Tor in neun Spielen, ballsicher, dribbel- und schussstark– die violette Entdeckung. „Mit Okan ergänzen wir uns top. Ich bin aber erst bei 80 Prozent!“

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