21.07.2020 12:19 |

Terror-Alarm in Wien

Anrufer (36) löste WEGA-Großeinsatz aus

Großeinsatz der Wiener Polizei mit Beteiligung der Sondereinheit WEGA am Montagabend im Wiener Bezirk Favoriten: Der Anruf eines Mannes sollte bei der Exekutive sämtliche Alarmglocken schrillen lassen, gab der Anrufer immerhin an beobachtet zu haben, wie zwei Männer einen Rucksack nahe einem Müllcontainer deponierten und nach „Allahu-Akbar“-Rufen davonliefen. Von der Wahrheit war das jedoch weit entfernt.

Gegen 20.30 Uhr sollte es beim Waldmüllerpark zu einem Großeinsatz der Exekutive kommen. Nach dem Anruf des 36 Jahre alten vermeintlichen Zeugen reagierte die Polizei sofort und errichtete eine großräumige Sperre rund um Ort des Geschehens.

Einsatzort akribisch abgesucht
Die Beamten begannen in der Folge mit der Suche nach dem Rucksack, doch konnten keine verdächtigen Gegenstände gefunden werden. In der Folge befragten die Beamten den 36-Jährigen erneut, als er jedoch eine Personenbeschreibung der Täter abgeben sollte, habe er keine Angaben machen können, berichtete Polizeisprecher Daniel Fürst am Dienstag.

In der Folge stellte sich heraus: Der Vorfall war frei erfunden, der Verdächtige hatte den „Polizeieinsatz vorsätzlich ausgelöst“, so Fürst. Der Beschuldigte - er ist den Bezirkskräften kein Unbekannter - blieb allerdings bei seiner Darstellung. Der mutmaßliche Täter sei angezeigt worden, so der Sprecher weiter.

Falsche Notrufe bei Vorsatz strafbar
In diesem Zusammenhang wies die Wiener Polizei darauf hin, dass das vorsätzliche Auslösen eines Polizei-, Rettungs- oder Feuerwehreinsatzes aufgrund einer falschen Notmeldung strafbar ist. Es könne zu diversen Anzeigen kommen, darüber hinaus „das missbräuchliche Auslösen eines Polizeieinsatzes zu einer Kostenersatzpflicht zu den getätigten Aufwänden führen“, so Fürst.

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