13.07.2020 13:49 |

Global steiler Anstieg

Anschober: „Pandemie ist noch nicht am Höhepunkt“

Österreichweit wurden bereits mehr als 700.000 Tests auf das neuartige Coronavirus durchgeführt. Während die Infektionszahlen hierzulande langsam wieder steigen, erklärte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montag, dass der weltweite Höhepunkt der Pandemie noch nicht erreicht sei. Gab es im April und Mai noch rund 100.000 Neuinfektionen pro Tag, infizieren sich derzeit etwa 200.000 Personen innerhalb von 24 Stunden mit dem Virus. Der Minister appellierte zu Vorsicht und Vernunft im Urlaub und zu Hause.

In einer Aussendung des Ministeriums hob Anschober dabei vor allem die rasanten Zuwächse in den USA mit rund 59.000 weiteren bestätigten Fällen auf insgesamt mehr als 3,3 Millionen, in Brasilien (plus 24.800 auf 1,8 Millionen), in Indien (plus 28.600 auf 850.000), aber auch in Südafrika (plus 12.000 auf 276.000) hervor. In Europa fielen vor allem Zuwächse am Westbalkan auf: unter anderem Serbien (plus 393 bestätigte Neuinfektionen auf bisher 18.360), Kosovo (plus 216 auf 4931) und Bosnien-Herzegowina (plus 158 auf 6877). Österreich werde daher seine Grenzkontrollen an den nächstgelegenen Übergängen verstärkt fortsetzen.

Besonders oberösterreichische Freikirchen betroffen
„Es war zu erwarten, dass nach den zehn großen Öffnungsschritten regionale Ausbrüche erfolgen. Jetzt geht es darum, diese mit aller Kraft und regionalen Maßnahmen konsequent einzugrenzen. Besonders betroffen ist weiterhin Oberösterreich mit mehreren Clustern, vor allem jenem im Bereich der Freikirchen“, so Anschober.

In dem Zusammenhang rief der Minister dabei noch einmal die Rolle der medizinischen Hotline 1450 in Erinnerung, die von Anfang an Teil der Strategie gegen das Virus war und als Schutz der Spitäler eingesetzt wurde. Mittlerweile habe es bereits mehr als eine Million Anrufe bei der Nummer gegeben und auch die Zahl der Testungen sei mittlerweile enorm gestiegen - bis Montag sollen bereits mehr als 700.000 Tests durchgeführt worden sein.

Eine Million Tests bis Herbst
Der Zugang zu den Tests, selbst bei leichten Symptomen, soll deutlich erleichtert werden, weshalb „die Zahl der Tests weiter stark steigen wird“. Dazu komme ein neues Screening-Testprogramm für Gruppen auch ohne Symptome, das vor allem risikobasiert arbeite. „Mit diesem bereiten wir uns konsequent auf die große Herausforderung im Herbst vor - bis dahin wird Österreich weit über eine Million Tests durchgeführt haben“, so Anschober.

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